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KOS: «Unglaublich, was die hier leisten»

Das Beben in der Ägäis war heftig und der Schock bei den Gästen auf Kos gross. Eine erste Bilanz zeigt jetzt: Auf der griechischen Insel hatte man auch viel Glück.
Dominik Buholzer
Die Aufräumarbeiten nach dem Erdbeben auf Kos waren auch gestern noch voll im Gang. (Bild: Anna Daverio/Getty)

Die Aufräumarbeiten nach dem Erdbeben auf Kos waren auch gestern noch voll im Gang. (Bild: Anna Daverio/Getty)

Dominik Buholzer

Die Ferien auf Kos hatte sich Aurel Niess aus dem nidwaldnerischen Buochs ein wenig anders vorgestellt. Es war um 1.31 Uhr in der Nacht auf Freitag, als der 24-jährige Student unsanft aus dem Schlaf gerissen wurde. Ein heftiges Erdbeben erschütterte den griechischen Ferienort. «Ich wusste zuerst gar nicht, was passiert ist. Es war ein heftiges Rütteln und draussen hörte ich Leute schreien.» Erst nach ein paar Minuten realisierte er, was los war.

Das Seebeben der Stärke 6,7 in der Ägäis forderte 2 Tote und 120 Verletzte. Unter den Verletzten befand sich auch eine Schweizerin, die allerdings nicht hospitalisiert werden musste.

Betroffen ist vor allem die Moschee

«Das Beben war heftig, doch mittlerweile ist auf der Insel ­bereits wieder zum grossen Teil der Alltag eingekehrt», lautet das ­Fazit von Sebastian Kickmaier. Der Product Director Shorthaul Hotelplan Suisse ist noch am Freitagabend nach Kos geflogen, um sich vor Ort ein Bild von den Schäden machen zu können. «Es ist unglaublich, was die hier leisten. Aufgrund der Bilder im Fernsehen habe ich es mir schlimmer vorgestellt», betont er.

Kickmaiers Eindrücke decken sich auch mit den Angaben der Behörden. Laut dem griechischen Zivilschutz sind viel weniger Gebäude beschädigt, als ein Beben der Stärke 6,7 vermuten lässt. Nach einer ersten Bilanz weisen 87 Gebäude Schäden auf. Und lediglich zwei der mehr als 200 Hotels und Pensionen mussten evakuiert werden.

Am heftigsten sind die Schäden in der Altstadt von Kos. Dort waren am frühen Freitagmorgen, als sich das Hauptbeben ereignete, zwei Touristen – ein Schwede und ein Türke – durch herabfallende Steine ums Leben gekommen. Schwere Schäden weisen vor allem zwei Kirchen und eine Moschee sowie mehrere Bars des Vergnügungsviertels auf. «Ich muss den griechischen Behörden ein Kränzchen winden. Das betroffene Gebiet in der Altstadt ist gut abgeriegelt, sodass die Aufräumarbeiten zügig voranschreiten können», sagt Kickmaier. Partys finden im Zentrum von Kos deswegen vorderhand nicht statt. Aber sonst, so Kickmaier, gibt es keinerlei grosse Einschränkungen. Schon gar nicht in den Hotels. «Wo auch immer ­ ich hinkam, herrschte Normal­betrieb. Die Gäste gehen wieder baden, sonnen sich», betont der Reiseexperte.

Gross zu Annullationen ist es denn bislang auch nicht gekommen. Dies bestätigt Kickmaier von Hotelplan Suisse.

Auch für Aurel Niess war dies keine Frage.«Ein solches Beben jagt einem einen Schrecken ein», gesteht er. Und die vielen Nachbeben – innerhalb von zwei Stunden gab es bis zu 20 weitere – seien unangenehm. «Aber abreisen? Nein!», betont er. «Es kann nur noch besser werden.»

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