KOSMETIK: Schön durch den Winter

In der kalten Jahreszeit braucht die Gesichtshaut besondere Pflege – wir haben für Sie die bewährtesten Tipps aus dem Eisschrank geholt.

Brigitte Glättli
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Sieht so aus, als ob hier bald eine reichhaltigere Gesichtscreme guttun könnte ... (Bild: Getty)

Sieht so aus, als ob hier bald eine reichhaltigere Gesichtscreme guttun könnte ... (Bild: Getty)

Brigitte Glättli

Jeder weiss es, jeder kennt es: Der Wechsel zwischen eisiger Kälte im Freien und stark geheizten Räumen setzt der Haut zu. Trockene, gerötete Stellen, die unangenehm spannen oder gar schuppen, sind die mögliche Folge. Weshalb im Winter ganz besonders darauf zu achten ist, Gesicht und Lippen sorgfältig zu pflegen und mit genügend Feuchtigkeit zu versorgen. Denn nicht zuletzt kommt auch Make-up nur auf einer schönen Haut optimal zur Geltung.

Ab minus 8 Grad geht der Talgproduktion die Luft aus

Tatsache ist: Je tiefer die Temperaturen, desto weniger Talg stellt die Haut her. Ab minus 8 Grad wird die Produktion fast ganz eingestellt. Dies und die fehlende Luftfeuchtigkeit trocknen die Haut aus und lassen sie fahl erscheinen. Bewährte Gegenmittel sind: eine reichhaltigere Pflege und ein passendes Make-up. Mit den nachfolgenden Tipps sehen Sie auch an kalten Winter­tagen schön gepflegt und frisch aus.

Trockene Haut und blasser Teint – das muss nicht sein:

Reichhaltigere Tages- und auch Nachtcremes mit pflanzlichem Avocado-, Mandel- und Nachtkerzenöl oder auch mit Sheabutter, nährende Masken oder Feuchtigkeitsampullen sowie sanfte Enzympeelings sind allesamt wichtige Elemente für die Pflege der Winterhaut. Für die tägliche Reinigung empfehlen sich Produkte , die keinen Alkohol enthalten. Um trockene Hautschuppen zu entfernen und die Durchblutung anzuregen, ist ein schonendes Enzympeeling ideal. Einmal pro Woche genügt – eine zu häufige Anwendung trocknet die Haut aus.

Gut zu wissen: Reichhaltige Masken sind durchaus selber herstellbar. Für trockene Haut ist eine Avocado-Honig-Maske eine wahre Wohltat. Und diese Maske geht so: Eine halb zerdrückte Avocado mit der gleichen Menge Honig verquirlen, für 15 Minuten aufs Gesicht auftragen und anschliessend mit warmem Wasser entfernen. Der Effekt ist besonders gross, wird die Maske nach einem Peeling aufgetragen. Blasser Teint ade. Besonders beanspruchter Haut kann auch ein Feuchtigkeits­serum, das man unter der Creme aufträgt, auf die Sprünge helfen. Dafür sollte beim Make-up eine leichtere, flüssige Grundierung gewählt werden, die ebenfalls Pflegestoffe enthält.

Auch die Lippen brauchen Aufmerksamkeit:

Die Lippen sind im Winter oft trocken und spröde. Aufgrund der fehlenden Fette trocknen sie noch viel schneller als die Gesichtshaut aus. Wer generell trockene Lippen hat, sollte sich eine Lippencreme oder einen Stift mit erhöhtem Fettanteil zulegen und diese stets zur Hand haben. Produkte, die Sheabutter oder Aprikosenöl enthalten, sind besonders wirkungsvoll. Vorbeugend ist darauf zu achten, dass die Lippen nicht mit der Zunge befeuchtet werden, da dies das Austrocknen forciert.

Abgestorbene Hautschüppchen können bei einer vorsichtigen Massage mit einer weichen Zahnbürste entfernt werden. Eine Honigmaske, über Nacht auf die Lippen aufgetragen, heilt die Lippen im Nu.

Was man für ein Winter-Make-up alles braucht:

Im Winter darf man seine Schminkpalette nicht nur mit feuchtigkeitsspendenden Produkten ergänzen, sondern auch die Farben anpassen. Dies beginnt bei der Make-up-Grundierung, die nun auf den blasseren Teint abzustimmen ist. Je nach Hauttyp kann sie zwei bis drei Nuancen heller sein als sonst. Dies gilt auch für die Puderfarbe, die stets einen Ton heller als das Make-up sein sollte.

Bei den Augen dominieren in der aktuellen Wintersaison Grau-, Beigebraun- und Oliv­nuancen, die mit Lippen in sattem Rot, in Beerentönen, in Bordeaux oder sogar in dunklem Lila kombiniert werden dürfen. Das Auftragen von Rouge ist in der kalten Jahreszeit besonders wichtig, um dem Teint Frische zu verleihen. Die Rougefarbe ist auf die Lippenfarbe abzustimmen und sollte das Make-up harmonisch abrunden.