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KÜRBIS: Charaktervolle Riesenbeere

Die Kürbisfans haben dem Insektenforscher Michel Brancucci (1950–2012) viel zu verdanken. Der Basler Käferspezialist pflanzte in seinem Garten Kürbisse an. Ihre Vielfalt faszinierte ihn.
Melissa Müller
An Halloween werden Fratzen in die Kürbisse geschnitzt. (Bild: Sandra Näf)

An Halloween werden Fratzen in die Kürbisse geschnitzt. (Bild: Sandra Näf)

Melissa Müller

Die Kürbisfans haben dem Insektenforscher Michel Brancucci (1950–2012) viel zu verdanken. Der Basler Käferspezialist pflanzte in seinem Garten Kürbisse an. Ihre Vielfalt faszinierte ihn: Die Früchte können weiss, gelb, orange, rosa, rot, grün oder grau sein, sie sind kugelrund, birnen-, schlangen-, kreisel- oder auch bananenförmig und reichen von klein (weniger als 100 g) bis riesig (bis zu 500 kg). Als der Forscher 1985 seine Leidenschaft für Kürbisse entdeckte, waren diese ein Armeleuteessen und wurden sonst noch als Schweinefutter eingesetzt. Brancucci liess sich nicht abschrecken. Er fotografierte, recherchierte, sammelte Kürbissamen aus aller Welt und publizierte im Jahr 2000 «Das grosse Buch vom Kürbis» – ein Standardwerk. Mit Erica Bänziger widmete er der Riesenbeere, als die der Kürbis botanisch gilt, zudem ein Kochbuch. Brancucci hat den Kürbis nicht nur in der Schweiz, sondern in ganz Europa bekannter gemacht.

Jetzt leuchten die orangen Kugeln wieder dekorativ vor den Haustüren. Kein Gärtner, keine Bäuerin, kein Hobbykoch kommt um die Herbstboten herum. Hokkaido und Butternuss sind die beliebtesten Speisekürbisse, gelten als besonders schmackhaft und können samt Schale verputzt werden. Doch es wäre schade, sich auf sie zu beschränken, gibt es doch rund 800 (!) Sorten. Der Kürbis wird seit Jahrtausenden gezüchtet, stammt ursprünglich aus Zentral- und Südamerika und kam mit der Entdeckung Amerikas zu uns. Die wärmeliebende Pflanze schätzt einen humusreichen Boden. Auf dem Komposthaufen, den sie mit ihren grossen Blättern in Kürze bedeckt, gedeiht sie besonders gut. Giftige Zierkürbisse vertragen sich nicht mit Speisekürbissen. Im gleichen Beet angepflanzt, wird der Speisekürbis ungeniessbar.

Kühl, trocken und an einem dunklen Ort gelagert, bleiben manche Sorten monatelang haltbar. Wer Kürbissuppe köchelt, tut sich etwas Gutes: Die kalorienarme Beere ist reich an Eisen, Phosphor und Kalzium und beugt Nieren- und Blasenleiden vor. Kürbisse enthalten wie Rüebli Betakarotin, das gut für die Augen ist. Eine wahre Wunderfrucht!

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