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Kurt Felix ist tot

Der Fernsehunterhalter Kurt Felix ist am Mittwoch im Kantonsspital St. Gallen seinem langjährigen Krebsleiden erlegen. Felix starb im 71. Lebensjahr.
«Teleboy» erzielte mit einem Marktanteil von bis zu 70 Prozent die höchsten Einschaltquoten in der Geschichte des Schweizer Fernsehen. Moderator Kurt Felix mit Telegril-Maskottchen im Fernsehstudio. (Bild: SRF)

«Teleboy» erzielte mit einem Marktanteil von bis zu 70 Prozent die höchsten Einschaltquoten in der Geschichte des Schweizer Fernsehen. Moderator Kurt Felix mit Telegril-Maskottchen im Fernsehstudio. (Bild: SRF)

Er hinterlässt seine Frau Paola und Sohn Daniel. Die Veröffentlichung von Felix' Tod auf dem Newsportal «persönlich.com» geschah auf ausdrücklichen Wunsch der Familie. Seine Witwe Paola Felix wird auf der Internetseite mit den Worten zitiert, Kurt sei mit einem Lächeln verschieden. Ihr Mann habe auf ein erfülltes und glückliches Leben zurückblicken können.

Paola, Sohn Daniel und die nächsten Angehörigen möchten in aller Ruhe trauern, wie sie «persoenlich.com» mitteilten. Eine Abschiedsfeier ist in St. Gallen geplant, die Bestattung hat auf ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen bereits am Samstag im engsten Familienkreis stattgefunden.

Der Zeitpunkt für die Feier wird noch mitgeteilt. Den Gottesdienst wird Beat Antenen, langjähriger Fernsehmoderator und enger Freund der Familie Felix, halten.

Witwe Paola Felix steigt hinter den Sicherheitsbeamten ins Auto. (Bild: Keystone)
Mutter Anna (links) und Schwester Elisabeth von Witwe Paola Felix. (Bild: Keystone)
Bauchredner Urs Kliby und seine Frau Ruth. (Bild: Keystone)
Der deutsche TV-Moderator Frank Elstner spricht an der Trauerfeier in der St. Laurenzen-Kirche in St. Gallen. (Bild: Keystone)
Die Kirche war dezent geschmückt. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
Der Schweizer Sänger und Entertainer Pino Gasparini. (Bild: Keystone)
Der Schweizer Musiker Michael von der Heide. (Bild: Keystone)
Die Countrysängerin Suzanne Klee (rechts). (Bild: Keystone)
Der deutsche Sänger Peter Kraus. (Bild: Keystone)
Journalisten warten vor der Kirche St. Laurenzen in St. Gallen auf die geladenen Gäste. (Bild: Keystone)
Guido Cantz, Kurt Felix' Nachfolger bei «Verstehen Sie Spass?». (Bild: Keystone)
TV-Moderator Sven Epiney (Bild: Keystone)
TV-Kommentator Beni Turnherr. (Bild: Keystone)
Filmproduzent Arthur Cohn und Silvia Blocher. (Bild: Keystone)
Hotelier und Skilegende Art Furrer (Bild: Keystone)
Ringier-CEO Marc Walder. (Bild: Keystone)
Die Schweizer Musiker Marc Dietrich (links) und Peter Reber mit Gattin Livia. (Bild: Keystone)
Trauergäste treten in die Kirche ein. (Bild: Keystone)
Auch das Fernsehen ist dabei und filmt aus allen unmöglichen Positionen. (Bild: Keystone)
Gäste warten auf Einlass vor der Kirche. (Bild: Keystone)
800 Gäste nahmen Abschied. (Bild: Keystone)
Rückblick auf sein Schaffen: Kurt Felix, Moderator «Supertreffer», mit Hund Sheriff und Goldbarren, im Jahr 1989. (Bild: SRF / Marianne Wolleb)
Kurt Felix im Jahre 1975 als Moderator von «Teleboy». (Bild: SRF)
Ursula Schäppi (als Göre Ursula) und Moderator Kurt Felix feiern Geburtstag in «Supertreffer» im Jahr 1988. (Bild: SRF)
Die Schauspielerin Stephanie Glaser (rechts) tritt am 23. Februar 1974 als Tante Elise in der Sendung «Teleboy» mit Moderator Kurt Felix auf. (Bild: Keystone)
Kurt Felix empfängt 1987 in einer Fernsehshow Alt-Bundesrat Kurt Furgler. (Bild: Keystone)
In Zusammenarbeit mit den ZDF und dem ORF werden im Schweizer Fernsehen drei Sendungen unter dem Titel "Illusionen" ausgestrahlt. Kurt Felix (links) und Harald Scheerer von der Hochschule für Wirtschaft in Pforzheim. (Bild: Keystone)
Kurt Felix und Paola del Medico an ihrer Trauung auf dem Bürgenstock am 3. September 1980. (Bild: Keystone)
Kurt Felix moderiert am 22. September 1973 die Studioeröffnung im Leutschenbach. (Bild: SRF)
Kurt Felix, Moderator «Supertreffer», mit den Gipsy Dancers im Jahr 1989. (Bild: SRF)
Kurt Felix (rechts), Moderator «Stöck-Wys-Stich», mit Hansjakob Bertschinger vom Fernseh-Jass-Team und Jassschiedsrichter Göpf Egg im Jahr 1968. (Bild: SRF)
Kurt Felix und Rosemarie Pfluger, Moderatoren «Grüezi mitenand», 1971 (Bild: SRF)
Kurt Felix moderiert Hommage «Danke Hazy!» im Hotel National in Luzern: Hazys Frau Eleonore Schmid, Hazy Osterwald und Moderator Kurt Felix (von links). (Bild: SRF)
Kurt Felix, Moderator «25 Jahre Fernsehen» (re.), im Gespräch mit Kliby und Stephanie Glaser, 20.7.1978 (Bild: SRF / Marianne Wolleb)
Start von «Schweizer Lacher» im Jahr 1995: Ursula Schaeppi und Kurt Felix. (Bild: SRF)
Kurt Felix am 2. April 2004 vor seinen technischen Geräten bei sich zuhause in St. Gallen. (Bild: Keystone)
«Glanz und Gloria»-Awars 2006: Die Preisträger: Michael Steiner (Success-Award), Patricia Schmid (Newcomer Award), Silvia Blocher (Style Award), Gilles Tschudi (Crazy Award), Paola und Kurt Felix (Love Award). (Bild: SRF / Paoloa Foschini)
Kurt Felix mit seiner Frau Paola an einer Theaterpremiere in Zürich. (Bild: Neue LZ)
Kurt Felix bei der Bambi-Verleihung im November 2003. Felix wurde mit dem Bambi für sein Lebenswerk ausgezeichnet. (Bild: Keystone / EPA)
Karl Dall (links) übergibt Kurt Felix den Lifetime Award für sein Lebenswerk an der Preisverleihung des Schweizer Fernsehpreises am 24. Juni 2011 in Zürich. (Bild: Keystone)
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Abschied von Kurt Felix

Fernsehlegende mit «Söll emol cho»

Kurt Felix ist eine Legende der Fernsehunterhaltung im deutschsprachigen Raum. Sendungen wie «Teleboy» und «Verstehen Sie Spass?» prägten das Medium Fernsehen weit über die aktive Zeit des Unterhalters hinaus. 2003 erkrankte Felix an Krebs. Er zog sich aus der Öffentlichkeit zurück.

Die Krankheit raubte ihm nach Angaben von Paola Felix am Schluss die ganzen Kräfte, sodass der Tod als Erlösung kam. Paola Felix, eine gefeierte Schlagersängerin und seit 1980 mit Kurt verheiratet, war bis zur letzten Sekunde an der Seite ihres Mannes. Felix legte immer Wert darauf, dass seine Krankheit nicht in der Öffentlichkeit diskutiert wird.

Berühmt wurde er in der Schweiz der 1970er-Jahre mit seiner Spielshow «Teleboy». Die Ausgabe vom 13. September 1975 erreichte gemäss Wikipedia mit 2,073 Millionen Zuschauern die höchste hierzulande je gemessene Zuschauerzahl für eine TV-Sendung. Besonders populär waren die eingestreuten Filme mit der versteckten Kamera.

Der verzweifelte Schrei des gefoppten Piloten eines wildgewordenen Modellflugzeugs - «söll emol cho» - ist seit damals Legende. Auch auf der Internetplattform Youtube (siehe Video unten) haben sich schon Zehntausende den alten Clip angeschaut. Nach «Teleboy» (1974-1981) präsentierte Felix in der Schweiz den «Supertreffer» (1987-1991).

Die TV-Karriere des ausgebildeten Lehrers begann 1960 mit einem Nebenjob: Felix, der sich schon als Junge für die Medien interessiert hatte, arbeitete zuerst nebenher als Radio- und Fernsehreporter. 1965 wechselte er ganz zum Schweizer Fernsehen, wo er sich bald eigene Sendeformate ausdenken konnte.

Zelebrierte Zweisamkeit

Ab Beginn der 80er-Jahre fasste der TV-Entertainer auch in Deutschland Fuss. Für den Sender ARD entwickelte er «Verstehen Sie Spass?», das er anschliessend während zehn Jahren selber moderierte. Wiederum mit viel Fortüne: Die Sendung mit der versteckten Kamera wurde zur erfolgreichsten TV-Show der Dekade.

Ein in die Matterhorn-Nordwand gehängter Zeitungskiosk für Bergsteiger Reinhold Messner war der Lieblingsgag von Kurt Felix: «Er hat sich darüber furchtbar aufgeregt.» Ab 1983 stand dem Moderator in den TV-Sendungen seine Gattin Paola zur Seite.

In einer Umfrage wurden die Eheleute Felix 1988 zum beliebtesten Moderatoren-Paar der damaligen Bundesrepublik Deutschland gewählt. Die gutbürgerliche Zweisamkeit trug den beiden immer wieder sanften Spott ein, war aber erwiesenermassen keine Show-Nummer.

Auf dem Höhepunkt ihres Ruhms verabschiedeten sich die beiden 1990 von der grossen Bühne, um auch im Privaten über mehr Zeit zu zweit zu verfügen. Während einiger Jahre war Felix dann vor allem als TV-Berater, Show-Entwickler und Kolumnist tätig.

sda

Mehr zum Tod von Kurt Felix lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag vom 20. Mai










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