KURT ZURFLUH: «Wandern muss vor allem Spass machen»

Kurt Zurfluh ist mit seinen 61 Jahren noch top in Form. Das Geheimnis des beliebten Moderators: Er ist so viel wie möglich in der freien Natur.

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Kurt Zurfluh bei einem Spaziergang an der Seepromenade in Weggis. (Bild Maria Schmid/Neue LZ)

Kurt Zurfluh bei einem Spaziergang an der Seepromenade in Weggis. (Bild Maria Schmid/Neue LZ)

Es ist ein wolkiger, aber noch recht warmer Herbsttag in Weggis. «Ideales Wanderwetter», schwärmt Kurt Zurfluh. Der 61-jährige Radio- und TV-Moderator ist dort, wo er am liebsten ist: Draussen in der freien Natur. Auch wenn Petrus mal ein paar Regentropfen fallen lässt, stört ihn das nicht. «Wanderer sind nicht heikel», schmunzelt der «Hopp de Bäse»-Moderator. «Ein Regenschutz ist immer dabei.» Sonst noch was? «Ja klar, Proviant im Ruchsack für ein gemütliches Picknick unterwegs», fügt Zurfluh an. Man merkt sofort: Beim Wandern darf der Spassfaktor nicht fehlen. «So ist es», bestätigt er. «Es gibt nichts schöneres, als nach zwei, drei Stunden Wandern irgendwo über dem Feuer eine Bratwurst oder einen Cervelat zu braten.»

1. Liga-Angebot?
Wandern sei schliesslich kein Hochleistungssport. Das war indes früher bei Zurfluh anders: Als Teenager war er Leichtathlet und hält heute, nach 45 Jahren, immer noch den 600-Meter-Vereinsrekord des Turnvereins Brunnen. 800 Meter war seine zweite Leibdisziplin. Dann stand Zurfluh während vieler Jahre bei Fernseh- und Prominenten-Teams im Goal, erhielt sogar mal ein 1.-Liga-Angebot, das er aber dankend ablehnte. Heute noch schwingt sich Zurfluh, der in Brunnen aufwuchs und seit fünf Jahren in Weggis wohnt, mehrmals in der Woche auf das Velo. «Ich bin so braun im Teint, weil ich eben jede freie Minute draussen bin», beteuert er. «Und wer mich mal unter einem Solarium findet, dem zahle ich ein ganz teures Nachtessen.»

Wandern dank Partnerin
Zum Wandern kam Zurfluh durch Barbara Schilliger, seiner Partnerin seit sieben Jahren. «Sie wandert eben sehr gerne – und ich fand ebenfalls sofort Freude daran.» Wandern verbindet also auch. «Ja, es macht auch Spass, mal mit Freunden loszuziehen. Wandern ist ein absolut geselliger Sport.» Auch eine Herausforderung? «Das kann es durchaus auch sein», so Zurfluh. Zwei Spitzenleistungen hat er vorzuweisen. Die einwöchige Säumer-Tour mit Pferden und Ponys von Stans über zahlreiche Pässe bis ins italienische Domodossola. «Da waren wir täglich sechs bis sieben Stunden unterwegs – und erhielten von den Säumern ab und zu ein Schnäpschen, sozusagen als Doping», erinnert sich Zurfluh schmunzelnd. Und die Fast-Besteigung des 5900 Meter hohen Cotopaxi in Equador. Zurfluh: «Das machte ich natürlich mit einem Bergführer. Auf 4500 Metern war dann Schluss. Wegen Lawinengefahr wollte der Bergführer nicht mehr weiter – und ich schloss mich natürlich an.»

Rigi und Hoch-Ybrig
Höhere Gipfel zu erklimmen, das sind für Zurfluh indes keine Ziele. «Ich habe keinen Höhenrausch», lacht er. «Ich wandere vor allem zum Vergnügen. Die Rigi und die Hoch-Ybrig-Berge, das sind seine Lieblingsdestinationen. «Diese Gebiete liegen nahe und haben zu allen Jahreszeiten ihren einmaligen Reiz.» Reizvoll – und vor allem gesund. Das verdeutlichen am Beispiel des beliebten Radio- und TV-Mannes zwei Zahlen: In seinen über 40 Moderationsjahren hat Zurfluh nie am Arbeitsplatz gefehlt: «Trotz eines Schlüsselbeinbruches und ab und zu einiger Grippe-Anzeichen.» Vorbildlich!

André Häfliger