LAUSANNE / KREUZLINGEN: Ferrari-Fahrer muss für riskante «Bremstests» 4500 Franken blechen

Wegen gefährlichen Bremsmanövern ist ein Ferrari-Fahrer auf der Autobahn A7 im Thurgau von der Polizei gestoppt worden. Als Quittung erhielt er eine Geldstrafe von 4500 Franken - zu Recht, wie das Bundesgericht jetzt entschied.

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Riskante «Bremstests» auf der Autobahn sind eine grobe Verletzung von Verkehrsregeln, urteilt das Bundesgericht (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Riskante «Bremstests» auf der Autobahn sind eine grobe Verletzung von Verkehrsregeln, urteilt das Bundesgericht (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Das Bundesgericht wies eine Beschwerde des Lenkers ab und bestätigte die von den Vorinstanzen verhängte Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 150 Franken, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Urteil hervorgeht. Auch die Lausanner Richter sahen in den «Bremstests» eine grobe Verletzung von Verkehrsregeln.

Eine Spaziergängerin hatte an einem Sommerabend Mitte 2013 beobachtet, wie der Sportwagen auf der Autobahn A7 in Richtung Kreuzlingen immer wieder brüsk bremste und beschleunigte. Sie informierte die Polizei, die den auffälligen Fahrer stoppte und zur Rede stellte.

Der Lenker erklärte, er habe die neuen Bremsen seines Sportwagens getestet - nach genauen Vorgaben des Herstellers, bei wenig Verkehr und bei guter Sicht. Dazu habe er auf einer Strecke von gut zehn Kilometern sein Fahrzeug gut 30 Mal auf 20 km/h abgebremst und wieder auf 80 bis 120 km/h beschleunigt.

Weitere Bremstests konnte der Fahrer nicht mehr durchführen, weil ihm die Polizei zuvor kam. Er rechtfertigte sich mit dem Argument, er habe keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet. Die von der Staatsanwaltschaft ausgesprochene Geldstrafe focht er über mehrere Instanzen an - ohne Erfolg. (sda)