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«Liebe und Freundschaft rücken näher»

Nachgefragt

Wozu braucht man Freunde?

Ein Freund ist ein Spiegel. Man braucht ein Gegenüber, um sozial anerkannt zu sein. Jemand, der uns wenn nötig auch einmal eine harte, ehrliche Rückmeldung gibt. Wir wollen authentisch sein. Das erleben wir in Freundschaft am besten. Wir müssen niemandem etwas vormachen.

Wie kann ich ein guter Freund werden?

Durch Zuverlässigkeit: Wenn ich dreimal abmache und der andere kommt nicht, kann daraus nichts werden. Auch Loyalität ist wichtig: Dass man den Freund gegenüber Dritten verteidigt. Und Verschwiegenheit: Wenn Verrat geübt wird, lösen sich viele Freundschaften auf.

Wie viele enge Freunde sollte man haben?

Zwei bis drei. Man braucht nicht viele, dafür gute, tragfähige Freundschaften.

Zerstört Sex die Freundschaft?

Viele halten Sex in einer Freundschaft für ausgeschlossen. Eine altmodische Vorstellung. Es gibt neue Modelle von Sexualität, die nicht mehr an Partnerschaft gekoppelt sind, wie «Friends with benefits», Freunde mit bestimmten Vorzügen. In vielen Beziehungen, die mal sexuell waren, sind Frau und Mann nur noch freundschaftlich verbunden. Die Grenzen zwischen Liebe und Freundschaft werden fliessender. Es wird in Zukunft auch mehr gemischt­geschlechtliche Freundschaften geben. Das ist schon heute bei etlichen Teenagern so. Junge Männer wachsen mit der Erfahrung auf, dass sie auch eine gute Freundin zum Reden haben können.

Was tun, wenn man Freunde aus den Augen verliert?

Ein Ritual kann da hilfreich sein: dass man sich einmal im Jahr am gleichen Datum am gleichen Ort trifft. So verhindert man dieses leise Auslaufen.

Haben Leute in einer Clique besonders viele Freunde?

Eine Clique ist eher ein Netzwerk. Manche demonstrieren damit gesellschaftliches Ansehen. Das gehört zur Selbstinszenierung. Eine wahre Freundschaft kann aber nur zwischen zwei Menschen bestehen. Und ein echter Freund ist unersetzbar.

Geht’s auch ohne Freunde?

Es gibt einen hohen gesellschaftlichen Druck, Freundschaften zu leben. Freunde gehören heutzutage zu einer erfolgreichen Biografie dazu. Wer keine hat, gilt als bemitleidenswert. (mem)

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