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LUZERN: Snowboard- und Skifahrern fehlt es an Fitness

Ski- und Snowboardfahrer halten sich auf den Pisten an die Regeln. Das zeigt eine Auswertung der Suva. Mangelhaft ist hingegen die körperliche Fitness.
Ein Mädchen wird nach einem Unfall auf einem Schlitten für den Abtransport bereitgemacht. (Bild: Arno Balzarini / Keystone)

Ein Mädchen wird nach einem Unfall auf einem Schlitten für den Abtransport bereitgemacht. (Bild: Arno Balzarini / Keystone)

Sie halten sich an die Regeln, schätzen ihre Technik als hoch ein und nehmen Rücksicht auf andere: Schweizer Skifahrer und Snowboarder sind auf der Piste vorbildlich unterwegs. Das zeigt eine Auswertung des Schneesport-Checks der Suva, einem Online-Tool, mit dem Skifahrer und Snowboarder ihr Unfallrisiko einschätzen und minimieren können (siehe Box). Seit der Lancierung vor rund einem Jahr haben 34'000 Personen den Check ausgefüllt.

Die Auswertung bringt auch ans Licht, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht. So sind viele Schneesportler körperlich nicht fit genug. Bei rund 18 Prozent der Teilnehmer ermittelte der Test ein erhöhtes Unfallrisiko. «Oft unterschätzen wir, wie körperlich anspruchsvoll Skifahren und Snowboarden sind. Vor allem die Rumpf- und Beinmuskulatur werden besonders stark gefordert», wird Samuli Aegerter, Kampagnenleiter Schneesport bei der Suva, in einer Mitteilung zitiert. Eine mangelhafte körperliche Kondition gehöre zu den grössten Risikofaktoren auf der Piste. Aegerter empfiehlt, sich stets in Bewegung zu halten. Denn eine gute körperliche Verfassung erhöhe den Fahrgenuss, verbessere das technische Können und reduziere das Risiko von Stürzen und Verletzungen.

Wie schnell ein Sturz passieren kann, zeigen aktuelle Zahlen der Suva. Jeden Winter verletzen sich mehr als 33'000 Arbeitnehmer beim Schneesport. 9 von 10 Schneesportunfällen geschehen ohne Beteiligung einer anderen Person. Für die Betroffenen bedeutet das Schmerzen und Unbeweglichkeit, für die Versicherer jährliche Kosten von rund 274 Millionen Franken.

Gruppendruck und Nervenkitzel

Ein grösseres Unfallrisiko ist bei den jüngeren Teilnehmern des Schneesport-Checks auszumachen – vor allem ersichtlich in den Risikodimensionen Gruppendynamik und Nervenkitzel. Unfallzahlen bestätigen die Auswertungen des Schneesportchecks: Jüngere Schneesportler haben ein höheres Risiko, zu verunfallen. Wenig ins Gewicht fällt hingegen das Geschlecht. Insgesamt zeigt die Auswertung, dass Männer ein etwas höheres Risiko haben als Frauen, mit zwei bis drei Prozent sind die Unterschiede jedoch gering.

pd/rem

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