LUZERNER FEST: Strassensperre und Spende für Urs W. Studer

Embassy, Gübelin, Bucherer und Casagrande verzichten in Zukunft auf eine Ausnahmebewilligung. Robert Casagrande brachte Urs W. Studer gleich einen Teil der Strassensperre mit - und eine Spende.

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Hans Zwahlen, Rainer Jöhl, Urs W. Studer und Robert Casagrande. (Bild Claudia Surek)

Hans Zwahlen, Rainer Jöhl, Urs W. Studer und Robert Casagrande. (Bild Claudia Surek)

Am Ehrengastempfang im Hotel Schweizerhof lobte Robert Casagrande vom gleichnamigen Luzerner Souvenirgeschäft die Organisatoren des Luzerner Festes: «Sie haben eine Super-Arbeit geleistet.» Dann überraschte er mit der Bekanntgabe, dass er und die Uhren- und Schmuckgeschäfter Embassy, Gübelin und Bucherer in Zukunft auf ein Ausnahmebewillung zur Durchfahrt der Touristencars zu ihren Geschäften verzichten werden. Dem Stadtpräsidenten Urs W. Studer brachte Casagrande sogar einen Teil der Strassensperre mit, die er von der Alpenstrasse mitgenommen hatte. Damit nicht genug: Dieselben Geschäfte rundeten den Betrag von 98?500 Franken, den die Stiftung «Luzerner helfen Luzernern» zur Unterstützung von 12 Institutionen vorgesehen hat, mit ihrer Spende von 1500 Franken auf 100?000 auf.

Urs W. Studer hoffte, dass alle oder zumindest die Mehrheit eine positive Bilanz zum Luzerner Fest ziehen können, nach dem Zitat: «Das Neue ist halt doch besser.»

Die Unterstützung der Luzerner Kantonalbank (LUKB) begründete der Regionaldirektor Peter Imhof so: «Uns überzeugte das Konzept, das uns die Co-Präsidenten Rainer Jöhl und Hans Zwahlen sehr früh vorgelegt hatten». Er und weitere LUKB-Kadermitarbeiter standen ausserdem am Zmorge-Buffet im Einsatz.

Der ab 1. Januar 2010 neu im Stadtrat sitzende Stefan Roth hatte «rüüdig Freud» am Luzerner Fest und erinnerte sich an jene sechs Jahre, als er in der so genannten Littauer Gruppe am Altstadtfest mitchrampfte. Gerne hätte ihn Rainer Jöhl im OK des Luzerner Festes gesehen, doch das lag Roth aus Zeitgründen nicht drin. «Genial und überwältigend» fanden der Krienser Gemeindeammann Matthias Senn und seine Ehefrau Beatrice das Fest. «Wir haben?s friedlich», bilanzierten der Platzchef und sein Stellvertreter am Theaterplatz, Markus Renggli und Philipp Rüeggländer von der Jungen Wirtschaftskammer. Sie erschienen samt Schürze und Kappe, um nach dem Ehrengastempfang gleich weiter zu chrampfen.

Wer ist Ueli Schmezer?
Im Programm nicht aufgeführt worden war das Kinderfest auf dem Jesuitenplatz. Ursi Kim schaffte es trotzdem mit Unterstützung ihres Mannes Hansjörg Bütiker die 20. Ausgabe innerhalb von zwei Wochen auf die Beine zu stellen. Ein stiller Chrampfer war am Schwanenplatz in der Person von Professor Dr. Gregor Schubiger, Chefarzt am Luzerner Kinderspital, anzutreffen. Er grillierte Würste am Stand des Zonta Clubs. Über seinen etwas anderen Job meinte er: «Mir gefällt das. Das ist Action pur.»

An der Bahnhofstrasse machte sich Ueli Schmezer – auch als «Kassensturz»-Moderator bekannt – für seinen Auftritt mit «Matter live» parat. Vor dem ersten Lied erfüllte er zahlreiche Autogrammwünsche vor allem von Kindern wie etwa des zehnjährigen Luca Iten aus Rothenburg. Er wusste zwar nicht, wer Schmezer ist, aber seine Mutter hatte es ihm gesagt. Dem ehemaligen Tagesschau-Sprecher Heinrich Müller, der bereits seinen Auftritt hatte, erging es ähnlich. Er fragte zwei Mädchen: «Wisst ihr überhaupt, wer ich bin?» Sie wussten es nicht, erhielten von Müller trotzdem ein mit Silberstift gemaltes Herz samt Autogramm.

Yakin gefiel Feuerwerk
Ans Luzerner Fest ging der neue FCL-Spieler Hakan Yakin nicht. Er befürchtete überrannt zu werden. Hingegen genoss er das Feuerwerk auf der Terrasse des Hotels Schweizerhof. Mit ihm taten das unter anderem auch Ex-Miss-Schweiz Bianca Sissing, Radio Pilatus-CEO Joachim Freiberg, Marketingverkaufs-Leiter von Radio Pilatus, Sascha Vonesch, und «Schweizerhof»-Mitinhaber Mike Hauser. Letzere vier standen am Samstagmittag an vorderster Front, als sie zugunsten der Stiftung «Luzerner helfen Luzernern» Chili con carne schöpften und verkauften. 1800 Franken kamen dabei zusammen.

Handynetz fiel aus
Fast zwölf Stunden sassen Philipp Bründler und Bruno Duss im Kommandoposten und koordinierten den Nachschub. Das bewährte Duo tat dies bereits schon über zehn Jahre am Altstadtfest. Eine Premiere erlebten sie mit dem zeitweisen Zusammenbruch des Handynetzes. «Wie an Neujahr», verglich Duss die Situation. Und eine gute Nachricht zum Schluss: Bis Mitternacht wurde beim Kommandoposten kein einziges Kind als vermisst gemeldet.

Claudia Surek