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Minutiös geplant

Mario Fuchs

Tathergang Staatsanwältin Barbara Loppacher beschreibt in der Anklageschrift detailliert. Sie legt Thomas N. neun Straftaten zur Last: Mord, räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung, Geiselnahme, sexuelle Handlungen mit Kindern, sexuelle Nötigung, Pornografie. Dazu Brandstiftung und Urkundenfälschung.

Thomas N. plant die Tat minutiös. Er kauft sich Kabelbinder, Klebeband, Fackelöl, ein Küchenmesser und Sexspielzeug. Er packt alles in einen Rucksack. Er gestaltet eine Visitenkarte, mit der er sich als Schulpsychologe ausgibt, und setzt einen fiktiven Brief der Schule auf.

Sexuelle Handlungen gefilmt

Mit seinen Hunden spaziert er am Morgen des 21. Dezember am Haus der Familie vorbei. Als er nach dem 45-minütigen Spaziergang wieder zu Hause ankommt, nimmt N. den gepackten Rucksack. Zwischen 7.30 und 8 Uhr klingelt er. Die Mutter öffnet die Tür. Sie nimmt Thomas N. die List mit dem schulpsychologischen Auftrag ab. Während sie sich im Bad frisiert, redet N. mit dem 13-jährigen Sohn, nimmt das Messer aus dem Rucksack und hält es ihm an die Kehle. Indem er den Sohn bedroht, zwingt er die Mutter dazu, den älteren Sohn (19) und dessen Freundin (21) zu fesseln und zu knebeln. Die Mutter fesselt er selber, lässt sie dann aber wieder frei. Er schickt sie, Geld abzuheben. Sie fährt los. An einem Bancomaten hebt sie 1000 Euro ab, am Bankschalter 9850 Franken.

N. fesselt die Mutter nach ihrer Rückkehr erneut. Diesmal, um sich am 13-Jährigen zu vergehen. Er zwingt den Buben, sexuelle Handlungen an ihm und sich selber vorzunehmen. N. fotografiert und filmt alles. Der ältere Bruder kann sich befreien. N. bemerkt dies und schneidet ihm die Kehle durch. So tötet er alle vier Opfer. Grosse Teile des Hauses übergiesst N. mit dem Fackelöl. Er legt Feuer und verlässt um etwa 11 Uhr das Haus. Zu Fuss geht er die nicht einmal 500 Meter nach Hause und duscht.

Mario Fuchs

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