MISS ZENTRALSCHWEIZ: Chantal ist die schönste Zentralschweizerin

Kaum ist Mister Schweiz Jan Bühlmann aus Buchrain gewählt, dreht sich das Schönheits-Karussell munter weiter: Im Luzerner Bahnhof wurde Chantal Heggli am Samstagabend zur neuen Miss Zentralschweiz erkoren.

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Chantal Heggli, Miss Zentralschweiz 2010. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Chantal Heggli, Miss Zentralschweiz 2010. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Die 23-jährige Chantal Heggli aus Emmenbrücke – 1,68 Meter gross und Kamerafrau des Schweizer Fernsehens – setzte sich gegen 10 Finalistinnen durch und wurde von mehreren tausend Vorwahl-Stimmenden sowie einer fünfköpfigen Jury ernannt. Die neue Zentralschweizer Schönheitskönigin siegte vor Daphne Imholz (18) aus Luzern und Cinzia Fähndrich (19) aus Emmenbrücke. «Das ist der schönste Abend in meinem Leben», strahlte die grosse Gewinnerin, die ihre Krone von der abtretenden Nicole Müller aufgesetzt bekam und früher mit Sängerin Fabienne Louves zur Schule ging.

Gelernte Fotografin
Seit anderthalb Jahren arbeitet Chantal Heggli bei der TV-Produktionsfirma TPC des Schweizer Fernsehens. Sie ist gelernte Fotografin und hat einen drei Jahre älteren Bruder, Sanitär-Monteur Manuel. Chantals Mutter Trudy führt ein Tabakgeschäft, ihr Vater Heinz ist Abwart an einer Kosmetikfachschule. Fussball und Fitness sind die Hobbys der Gewinnerin. «Mein innigster Dank gilt allen, die mich gewählt haben, namentlich auch den Jurymitgliedern, die auf mich gesetzt haben», erklärte die neue Beauty-Queen vor weit über 1000 Fans bei klirrenden 9 Grad in den Luzerner Bahnhofhallen.

Mythos Miss
Drei regionale Miss-Wahlen allein an diesem Wochenende, rund 500 junge Schweizerinnen und junge Schweizer, die jedes Jahr das Miss- und das Mister-Amt mit einem satten Jahresverdienst von rund einer halben Million Franken erringen wollen – was macht den Beauty-Wahn denn aus in unserem Land? «Das hat wohl mit der grossen Akzeptanz und dem hohen Identitätswert des Titels zu tun», vermutet Ex-Miss Jennifer Ann Gerber, die gestern Abend die Wahl vor Hunderten von Passanten im Bahnhof moderierte. Und als schon erfahrene TV-Moderatorin übrigens ein neues Ziel hat: Die Aargauerin hat sich als Nachfolgerin von «Glanz&Gloria»-Moderatorin Nadja Zimmermann (hört Ende Mai auf) beworben.

Königshaus-Ersatz
Jennys Ex-Miss-Kollegin Christa Rigozzi, am Samstagabend Präsidentin der Jury in Luzern, erklärt sich den Miss- und Mister-Hipe so: «In der Schweiz gibt's kein Königshaus. Die Schönste und der Schönste springen meiner Meinung nach bei uns in diese Art Königsrolle. Vielleicht zusammen auch noch mit dem Schweizer Nationalzirkus Knie.» Christas Verlobter, Giovanni Marchese, sieht das auch so – und machte noch ein dickes Kompliment: «Kommt dazu, dass unsere Amtsinhaber tolle Leistungen erbringen und starke Persönlichkeiten sind.» Noch in diesem Jahr wollen Christa und Giovanni übrigens heiraten.

Zwei Missen gesetzt
An der nationalen Miss-Wahl vom 25. September in Zürich ist die neue Miss Schweiz nicht gesetzt. Diese Ehre kommt wie bis anhin lediglich Miss Bern Noemie Leibinn (gestern Abend erkoren) sowie Miss Zürich Nathalie Raguth (am Freitag gewählt) zu. «Das hat nicht mit mangelnder Wertschätzung gegenüber der Zentralschweizer Wahl, einem ebenfalls sehr gut organisierten Event, zu tun», erklärte Miss Schweiz-Managerin Karina Berger unserer Zeitung. «Vielmehr ist das einfach Tradition. Kommt dazu, dass dieses Jahr im Final statt wie bisher 16 nur noch 12 Kandidatinnen an den Start gehen werden.» Die übrigen zehn Miss Schweiz-Finalistinnen wurden von einer Jury bestimmt, sind noch geheim und werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben.

André Häfliger