MISSEN-TREFF IN KRIENS: Nadine Vinzens gibt «Playboy» einen Korb

Seit bald fünf Jahren lebt die ehemalige Miss Schweiz Nadine Vinzens (25) in Hollywood. Am Rande eines Auftritts in Kriens gab sie jetzt bekannt, dass sie das Angebot des amerikanischen «Playboys» für Nacktaufnahmen ablehnt.

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Küsschen von Hollywood nach Kriens: Nadine Vinzens im Pilatus-Markt. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Küsschen von Hollywood nach Kriens: Nadine Vinzens im Pilatus-Markt. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

In den vergangenen Wochen machte sie Schlagzeilen wegen Nacktbildern in einem amerikanischen Männermagazin. Führt der Weg zum Erfolg nur über Nacktaufnahmen? «Zu diesen Fotos kann ich jederzeit stehen», sagte die 25-Jährige der «Zentralschweiz am Sonntag». Vinzens trat am Samstag mit anderen Beauty-Queens im Pilatus-Markt in Kriens auf.

«Ich habe sie in erster Linie gemacht, weil ich mit dem Chef der Zeitschrift, Joe Francis, gut befreundet bin», sagt Nadine zu den Bildern im US-Magazin «Girls Gone Wild». Das Fotoshooting habe ihr «grossen Spass» gemacht, die Bilder finde sie «stilvoll und cool». «Ich würde es sofort wieder machen, denn man sieht ja nichts», so Nadine Vinzens weiter. Sie habe in Briefen und Mail, aber auch in persönlichen Gesprächen «zu 90 Prozent» nur positive Reaktionen gehabt, «andere Meinungen» gäbe es immer, zu jedem Thema.

Rummel in der Schweiz
Nadine Vinzens räumt ein, dass ihr diese Bilder «in der Schweiz eine riesige Medienpräsenz» gegeben hätten. Dies habe sie «in dieser Grössenordnung niemals» erwartet. «Anders» sei das in Amerika gewesen, wo es lediglich – aber doch immerhin – ihren «Bekanntheitsgrad etwas» gesteigert habe. Auch seien weitere Anfragen, etwa vom «Playboy», gekommen. Obwohl sie sich das «reiflich überlegen» müsse, sei das zur Zeit kein Thema. Vinzens: «Das, was ich bis jetzt in Sachen freizügige Bilder gemacht habe, stimmt für mich. Weitere Bilder für andere Magazine stehen derzeit für mich nicht zur Debatte.»

Harter Hollywood-Job
Schliesslich habe sie in Hollywood «weissgott genug» zu tun. «Nach abgeschlossener Schauspielausbildung besuche ich sehr viele Castings», erzählte Nadine. «Ich habe ein paar interessante, aber noch nicht spruchreife Angebote, arbeite auch viel als Model, etwa für Christian Dior oder der Schuh-Linie von Fergie. Daneben drehe ich auch Musikvideos.» Und wie läuft es denn in Sachen Herzenssachen? «Seit anfangs Jahr sehen wir uns immer wieder mal und haben viel Spass zusammen», sagt Nadine zu ihrer Beziehung zum 30-jährigen US-Schauspieler Jesse Metcalfe, dem Gärtner in der Erfolgsserie «Desperate Housewifes» nur. Ist die ehemalige Schönheitskönigin eigentlich ein religiöser Mensch? «Ja, ich glaube an Gott», erklärte sie dazu. «Ich bin reformiert aufgewachsen und bete oft im Stillen für mich.» Beichten oder in die Kirche gehen würde sie gelegentlich schon.

Bergers Empfehlung
Wie reagieren andere auf Nadines freizügige Bilder? «Ich finde die Bilder nicht schlimm», erklärte Missen-Managerin Karina Berger. «Aber solche zu machen, das empfehle ich jetzt nicht grad jeder ehemaligen Schönheitskönigin.» Ex-Miss Christa Rigozzi sagt dazu nur: «Jeder und jede ist frei, das zu machen, was er will. Punkt.» Miss Schweiz Whitney Toyloy, die nächsten Samstag ihr Krone abgibt, sagt indes: «Ja, ich würde mich schon ausziehen. Aber nur, wenn dies ausschliesslich und vollständig einem guten Zweck dient.»

André Häfliger