MISTER SCHWEIZ: David und Marco wollen Tim beerben

Als Mister Schweiz ist Tim Wielandt ein Auslaufmodell. Jetzt treten Marco Bühler und David Sampson an. Sie wollen den Titel in der Zentralschweiz behalten.

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Mister Schweiz Tim Wielandt mit den Thronaspiranten David Sampson aus Hergiswil NW (links) und Marco Bühler aus Kriens (rechts). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Mister Schweiz Tim Wielandt mit den Thronaspiranten David Sampson aus Hergiswil NW (links) und Marco Bühler aus Kriens (rechts). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Am 5. April wird in Zürich der schönste Schweizer erkoren, die Wahl wird auf SF 1 direkt übertragen. Gala-Moderatorin Anna Maier freut sich schon auf ihren Auftritt: «Was gibt es Schöneres, als mit so vielen schönen Herren ein Date zu haben?»

16 Kandidaten stellen sich zur Wahl, sie alle werden in der aktuellen «Schweizer Illustrierten» vorgestellt. Zwei haben nicht nur die Zentralschweiz als Heimat gemeinsam, sondern auch ihr Ziel - beide wollen sie am 5. April die Nachfolge von Tim Wielandt aus Meggen antreten. Der 22-jährige Marco Bühler aus Kriens und der 25-jährige David Sampson aus Hergiswil NW.

In festen Händen
Auch die Tatsache, dass beide Thronanwärter aus der Zentralschweiz bereits vergeben sind, verbindet sie. Marco Bühler ist seit einem Jahr mit der 21-jährigen Detailhandelsangestellten Noemi aus Kriens zusammen, David Sampson sogar schon dreieinhalb Jahre mit der 25-jährigen Choreografin und Tänzerin Christa aus Langenthal. Auch mit der Gastronomie sind beide irgendwie verbunden: Marcos Eltern führten einmal das Restaurant Eisenbahn in Zell. Er selber ist Personalassistent in der Luzerner Firma «Best Jobs Baggenstos».

David aber ist ein Gastro-Profi: Er absolviert die Schweizer Hotelfachschule in Luzern und arbeitet seit drei Monaten im Service des Restaurants Mostrose in Luzern. Sein Lieblingsmenü: «Züri Geschnetzeltes mit Rösti.» Da schmunzelte Marco letzte Woche im fünftägigen Trainings-Camp der Kandidaten im Park Hotel Weggis, wo sie nach Strich und Faden verwöhnt wurden: «Luzerner Kügelipastetli schmeckt mir viel besser.»

Vater aus Tobago
David Sampsons Wurzeln gehen auf eine exotische Gegend zurück: Er wurde zwar im Kanton Nidwalden, ganz genau im Spital Stans, geboren, sein Vater aber stammt aus der Karibik-Insel Tobago. «Dort, wo ich sehr oft bin, würde ich jetzt am Strand liegen», lacht David. «Wenn mich nicht meine Familie und Freunde überzeugt hätten, an der Mister-Wahl teilzunehmen.» Marco indes hatte lange Zweifel, hörte aber einen befreundeten Kandidaten immer wieder vom letzten Jahr schwärmen. «Dann, acht Stunden vor Anmeldeschluss, am 31. Dezember 2007, schickte ich sozusagen in letzter Minute mein Bewerbungsmail los.»

Beide überstanden das Casting der 60 Bewerber in Zürich anstandslos, ursprünglich hatten sich gegen 500 Männer zur Wahl gemeldet. Die beiden Zentralschweizer gehören gar zum Favoritenkreis. Warum? Weil sie im Vielfältigkeitstest (unter anderem Kühe melken mit Ex-Mister und Bauer Renzo Blumenthal) des TV-Magazins «Glanz&Gloria» in der Wahl zum «Mister Perfekt» (Final am 22. Februar) beide ganz weit vorne liegen.

Gesunder Ehrgeiz, Wettkampf und Sport – auch das verbindet sie: Marco Bühler war schon mal Vize-Cupsieger bei den FC-Luzern-Junioren und spielt immer noch in der 1. Liga bei Zug 94. David Sampson warf einst als Leichtathlet 800 Gramm schwere Speere, musste aber wegen seiner Ausbildung dem Leistungssport den Rücken kehren.

André Häfliger

Im Verlaufe des Nachmittags sehen Sie auf Zisch Bilder und Informationen zu sämtlichen Mister-Schweiz-Kandidaten.