MISTER SCHWEIZ: Jan Bühlmann ist neuer Beauty-King

Zehn Jahre nach Alessandro Augsburger und drei Jahre nach Tim Wielandt ist wieder ein Luzerner der Schönste im Land: Jan Bühlmann aus Buchrain ist Mister Schweiz!

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Jan Bühlmann ist der neue Mister Schweiz. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Jan Bühlmann ist der neue Mister Schweiz. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Der 22-jährige Maturand, der in Amerika oder in England die Schauspielschule besuchen möchte, setzte sich am Samstagabend gegen 16 Finalteilnehmer durch und wurde schlussendlich vom TV-Publikum auf den Thron gehoben.

Bühlmann siegte vor dem Zürcher Mitfavoriten Stefan Tobler (28) und dem Berner RafaelBeutl (24). «Oh mein Gott!» Das waren die ersten Worte von Jan Bühlmann auf der Bühne, gleich nachdem ihm Vorgänger André Reithebuch den weissen Schal des Siegers umgelegt hatte. Später verriet er der Neuen Luzerner Zeitung: «Bis vor zwei, drei Monaten habe ich nicht daran gedacht, dass ich gewinnen werde. Aber seit einem Monat war ich fest überzeugt, dass ich es packen werde.»

Überglücklich und unter Tränen nahmen dann Astrid und Daniel Bühlmann ihren Sohn, den neuen Beauty-King, in die Arme. «Wir haben immer an dich geglaubt», sagten sie ganz gerührt. Jans Vater und Mutter leben getrennt: Daniel Bühlmann ist Informatiker in Buchrain, Astrid betreibt in Ruschein (Bündner Oberland) einen Hof mit Hunde- und Schafzucht. Der neue Mister Schweiz hat zwei jüngere Schwestern, Norina (17) und Seraina (20) sowie einen älteren Bruder, Ari (27). Alle drei Geschwister sagten: «Typisch Jan, was er anfasst, wird zu Gold, bravo!» Freuen dürfen sich auch die Frauen: Jan Bühlmann ist zurzeit Single. Seine Ex-Freundin aus Norwegen drückte trotzdem unter den Gästen die Daumen?

Drei Luzerner früh raus
Gleich für drei der vier Luzernern am Start war nach der ersten Selektion, nach zwei Durchgängen, bereits Schluss: Projektmanager Pascal Schaidl (30) aus Adligenswil, Verkäufer Abdullah Akbas (22) aus Luzern sowie Student Reto Eichenberger (24) aus Mosen mussten ihre Segel früh streichen. Eichenbergers Trost: In der Publikumswahl des TV-Peoplemagazin «Glanz&Gloria» gewann er mit knapp 40 Prozent die Wahl – leider aber nur theoretisch – vor Stefan Zahnd aus Moosseedorf BE und Jan Bühlmann.

Auch die Jury fand keine Gnade, sprach den drei Luzernern keine «Wild Card» zu und vergab diese an Rafael Beutl aus Affoltern im Emmental BE. Das gescheiterte Luzerner Trio war im ersten Moment sichtlich enttäuscht. Dann aber nahmen es Pascal, Abdullah und Reto doch gelassen und gaben unisono ihr neues Abendmotto durch: «Unter den 16 Wahlteilnehmern gewesen zu sein, war ein tolles Erlebnis, wir bereuen gar nichts.»

Wie muss der Mister sein?
Was erwarten prominente Galagäste denn von einem Mister Schweiz? «Er muss eine eigenständige und ausgeprägte Persönlichkeit sein», erklärte Jürg Marquard. Dem Verleger mit Geschäftssitz in Zug gehört die Mister Schweiz-Wahl seit drei Jahren. «Der Amtsinhaber darf ruhig auch Ecken und Kanten haben. Mit ihrer zusätzlichen Bodenständigkeit kommen Renzo Blumenthal und André Reithebuch meinem Mister-Idealbild sehr nahe.»

Sänger Seven, Mitglied der Jury, war mit seinem Seitenhieb Richtung Reithebuch anderer Meinung: «Der schönste Schweizer sollte schon lesen und schreiben können.» Der unsanft angesprochene Neu-Ex-Mister, der offen zu seiner Lese- und Schreibschwäche steht, reagierte gegenüber unserer Zeitung promt: «Sorry, aber Sevens Aussage kann ich gar nicht ernst nehmen.»

Für Snowboardstar Manuela Pesko, die ebenfalls in der Jury sass, ist eine «gute Allgemeinbildung» das wichtigste Merkmal. Für Ex-Miss Schweiz Whitney Toyloy muss ein Mister Schweiz ein «starker, nicht allzu junger Mann» sein. In Zahlen: «Er darf höchstens 24, 25 Jahre alt sein – und 1,85 Meter gross ist das Idealmass.»

André Häfliger