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MODE: Akris feiert die Wiener Musen

An der Pariser Prêt-à-porter-Modewoche zeigt das St. Galler Luxuslabel Akris eine makellose Herbst/Winter-Kollektion 2018/19. Albert Kriemler, Chefdesigner des Hauses Akris, widmet sich einmal mehr der starken, unabhängigen Frau.
Odilia Hiller, Paris
Die schönen und klugen Gefährtinnen der Wiener Künstler am Anfang des 20. Jahrhunderts inspirierten Designer Albert Kriemler. (Bild: PD)

Die schönen und klugen Gefährtinnen der Wiener Künstler am Anfang des 20. Jahrhunderts inspirierten Designer Albert Kriemler. (Bild: PD)

Gefunden hat er sie in der Weltstadt Wien des frühen 20. Jahrhunderts, einem Epizentrum des Jugendstils: Intellektuelle Frauen wie Alma Mahler oder Berta Zuckerkandl prägten dort das gesellschaftliche und kulturelle Geschehen mit ihren Salons, Schriften und Werken. Künstler wie Gustav Klimt oder Egon Schiele haben ihnen viel zu verdanken – und setzten ihnen mit ihren Bildern ein Denkmal.

Vorreiterinnen der Frauenrechte

Auf dem Laufsteg des Palais de Tokyo, Heimat des französischen Nationalmuseums für moderne Kunst, schlägt sich dies in einer Reihe spektakulärer «Vorschläge» nieder, wie Albert Kriemler seine Looks bescheiden nennt. Besonders erwähnenswert sind die fliessenden, befreiten Silhouetten, ein zarter Wink des Desi­gners auf die Tatsache, dass die Wiener Salonnières und Vorreiterinnen der Frauenrechte das Korsett längst ausgezogen hatten, als Coco Chanel später in Paris die Taille der Frau aufhob.

Eine Farbpalette zum Niederknien und eine beeindruckende Vielfalt an Materialien sind typisch für Akris, überraschen aber immer wieder das Auge des internationalen Pariser Publikums. Schwarz-weisse Blockstreifen, moderne, transparente St. Galler Stickerei im Design der Wiener Stadtbahn des Architekten Otto Wagner, goldenes Lammfell oder eine herzerwärmende Blau-Grün-Kombination sind nur einige der Highlights, die in Erinnerung bleiben. Besonders raffiniert: Gustav Klimts Vorliebe für Blattgold findet sich auf den Augenlidern der Models wieder und schafft ein spannendes Gegengewicht zu den hinreissenden Ponyfell-Stiefeln und -Pumps an den Füssen. So gelingt Albert Kriemler eine weitere Kollektion, mit der sich Akris und St. Gallen an der modischen Weltspitze behaupten werden. Käufer und Kundinnen wird er damit ebenso glücklich machen. Und eine stilvolle, subtile Antwort auf die #MeToo-Debatte liefert er auch noch – ganz ohne Logomanie. Das ist bisher nur wenigen Designern gelungen.

Odilia Hiller, Paris

Die schönen und klugen Gefährtinnen der Wiener Künstler am Anfang des 20. Jahrhunderts inspirierten Designer Albert Kriemler. (Bild: PD)

Die schönen und klugen Gefährtinnen der Wiener Künstler am Anfang des 20. Jahrhunderts inspirierten Designer Albert Kriemler. (Bild: PD)

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