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MODE: Geblümt und gestreift zur Sonne

Frühling macht frei. Das scheinen sich auch die Designer gesagt zu haben, die uns 2018 so gut wie alles erlauben: Rot zu Rosa – sogar zu Gelb, Streifen zu Blümchen und den Anzug in Lavendel.
Susanne Holz
Farbe ist das neue Cool, und zwar in allen erdenklichen Tönen und Intensitäten. Hier ein Look von Versace an der Fashion Week in Milano letzte Woche. (Bild: DANIEL DAL ZENNARO (EPA ANSA))

Farbe ist das neue Cool, und zwar in allen erdenklichen Tönen und Intensitäten. Hier ein Look von Versace an der Fashion Week in Milano letzte Woche. (Bild: DANIEL DAL ZENNARO (EPA ANSA))

Susanne Holz

Ein bisschen Laisser-faire kann ja nicht schaden: In Zeiten wiederaufblühender gesellschaftlicher Restriktionen ist es vielleicht ganz erholsam, wenn es auch auf der Kleidung ordentlich blüht und grünt, und das in diesem Fall recht regellos. Wobei Grün, Trendfarbe des Jahres 2017, in diesem Jahr dem Trendton Violett etwas Platz machen muss.

Doch zum Glück hat dieses Frühjahr in der Mode vieles Platz. Frei nach Guccis Stardesigner Alessandro Michele scheinen sich nun auch die für die breite Masse erschwinglichen Labels wie s.Oliver oder Luisa Cerano, Esprit oder Zara dafür entschieden zu haben, der Vielfalt zu huldigen. Alles darf und soll neben- und miteinander existieren.

Farbe ist das neue Cool

Eine «Feier der Freiheit», nennt Michele das, und «eine Einladung, man selbst zu sein». Und so darf man dieses Frühjahr nicht nur bei Gucci in einem Guss Streifen und Streifen oder sogar Streifen und Blumen tragen, sollte einem gleichzeitig blumig und gestreift zu Mute sein. Und endlich dürfen nicht nur Kinder unter acht Jahren munter Rot und Rosa mischen, sondern auch Erwachsene jeden Alters mit dem Mut zur Farbe. Farbe ist das neue Cool, und zwar in allen erdenklichen Tönen und Intensitäten.

Zwei grosse Trends setzt diesbezüglich das Jahr 2018: Erstens Signalfarben, zweitens Pastell. Kräftiges Rot, Kobaltblau, Orange oder Violett hier, zartes Rosa oder Lavendel dort. Das Schöne an der Farbenpracht: Man darf sich sowohl auf einen Ton festlegen und diesen zum Komplett-Look küren, als auch die Töne wild mischen.

So gab es bei den Schauen für die kommende Saison einerseits viel rosafarbene All-over-Looks zu sehen (MSGM oder Oscar de la Renta), andererseits freche Kombinationen von Gelb und Rosa (Céline) oder Rot und Rosa (Isabel Marant).

Gerade auch in Rot oder Rosa feiert diesen Frühling übrigens ein lieber Begleiter ein grosses Comeback: der Trenchcoat. Der so elegante wie lässige Allzweckmantel mit doppelter Knopfleiste und femininer Taille wird uns an kühlen Tagen Freude machen.

Streifen sind das neue Statement

Ein weiterer Klassiker mit aktuellem Hit-Potenzial sind Streifen. Sie können schmälern oder strecken und machen geringelt einfach gute Laune. Da gibt es Blockstreifen, Nadelstreifen, Längsstreifen, Querstreifen. Streifen grenzenlos. Streifen sind das neue Statement und das Fashion-Must-have der Stunde. Coole Sprüche wie letztes Jahr sieht man nun weniger auf T-Shirts prangen, lieber lassen die Designer Blumen sprechen oder ziehen klare Linien.

Wer gerne mit der Mode spielt, kombiniert nun unterschiedliche Streifen-Prints ganz lässig miteinander. Besonders gut sieht das in Schwarz oder Dunkelblau und Weiss aus. Für diesen Look stehen Kleider zur Verfügung, Wickel-Jupes und Pencil-Skirts, weite Hosen und leichte Pullis.

Bei Gucci ziehen die Streifen westwärts – in Rot und Blau und Weiss und mit Sternchen versetzt.

Bei Luisa Cerano, bei Gerry Weber und zahlreichen anderen Marken kommen sie in Blau und Weiss sehr maritim und so frisch wie eine Frühlingsbrise daher.

Neo-Flowers sind die neuen Millefleurs

Genug der Streifen? Dann auf zu den Blumen. Diese zieren 2018 aber weniger als süsse Millefleurs die Blusen und Kleider, sondern vielmehr als stylishe Neo-Flowers. Gross und abstrakt blühen sie auf luftigen Sommerkleidern (Armani oder Givenchy), auf Hosenanzügen oder auch auf Kapuzenjacken.

Wer Streifen und Blumen mischt, also der neuen Mode-Maxime «Flowers & Stripes» folgt, der sollte bei den Accessoires schön schlicht bleiben – bei aller Liebe zur Freiheit. Fröhlich und frei stimmen die neuen Trends auf jeden Fall – man darf sich darauf freuen, auch und vor allem, weil gerade noch einmal Eiszeit herrscht. Wie schon Poet August Heinrich Hoffmann von Fallersleben ca. 1827 in der «Sehnsucht nach dem Frühling» schrieb: «O, wie ist es kalt geworden / Und so traurig, öd’ und leer! / Raue Winde weh’n von Norden / Und die Sonne scheint nicht mehr.» Hoffen wir mal, dass sie sich bald so richtig zeigt.

Auch Streifen sind in der diesjährigen Kollektion ganz gross. Dabei werden gekonnt verschiedene gestreifte Teile miteinander kombiniert. (Bild: MATTEO BAZZI (EPA ANSA))

Auch Streifen sind in der diesjährigen Kollektion ganz gross. Dabei werden gekonnt verschiedene gestreifte Teile miteinander kombiniert. (Bild: MATTEO BAZZI (EPA ANSA))

Grün, die Trendfarbe des Jahres 2017, müsste dem Trendton violett Platz machen. (Bild: MATTEO BAZZI (EPA ANSA))

Grün, die Trendfarbe des Jahres 2017, müsste dem Trendton violett Platz machen. (Bild: MATTEO BAZZI (EPA ANSA))

Auch Pastelltöne erleben diese Saison ihr Comeback, wie an diesem Kleid von Etro unschwer zu erkennen ist. (Bild: DANIEL DAL ZENNARO (AP ANSA))

Auch Pastelltöne erleben diese Saison ihr Comeback, wie an diesem Kleid von Etro unschwer zu erkennen ist. (Bild: DANIEL DAL ZENNARO (AP ANSA))

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