MODE UND KUNST: Miss Russia Schweiz Danilov im Gütsch

Ein russischer Zauber schwebte am Samstagabend über dem herrlichen Schlosshotel Gütsch in Luzern. Eine Modeschau der besonderen Art war angesagt: Models, alles Finalistinnen der letzten Wahl zur Miss Russia Schweiz, präsentierten die edle Garderobe der aus St. Petersburg stammenden Designerin Olga Izotova aus Ehrendingen.

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Miss Russia Schweiz, Rita Danilov.(Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Miss Russia Schweiz, Rita Danilov.(Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Die Models flanierten dabei lässig mitten durchs Publikum an den Partytischchen - und repräsentierten gleichzeitig russische Kunst: 14 Abendkleider und 14 von insgesamt 23 Bilder, welche die russisch-griechischen Galeristin Maria Nayvalt nach Luzern lotste. Gemälde von Konstantin Bardnikov, Georgij Dmitriev, Vadim Khlapetzky, Juri Novikov und Svetlana Valuyeva waren zu sehen.

«Schon als Kind interessierte ich mich und beschäftige ich mich mit Mode», erzählte Designerin Olga Izotova, die vor vier Jahren ihre erste Kollektion präsentierte. «Hinter jedem meiner Kleider steckt eine Geschichte und ich versuche, mit Mode eine Brücke zur Kunst zu schlagen. Deshalb werden meine Shows auch moderiert. Es werden vor Ort die Zusammenhänge erklärt.»

Das alles macht die 33-jährige Modekünstlerin mit voller Hingabe: «Es gibt Designer, die haben in ganzen Leben noch nie eine Schere in der Hand gehabt. Bei meinen Kleidern stammt bis zur letzten Perle alles von mir.»

Auch Rita ist erst 18
Die mit soviel Enthusiasmus entstandene Mode durfte auch die vor drei Monaten im Zürcher «Dolder» erkorene Miss Russia Schweiz, Rita Danilov präsentieren. Sie ist, wie Miss Schweiz Whitney Toyloy, gerade 18 geworden, hat ihr vierjähriges Sprachgymnasium begonnen - und hat es, ganz im Gegensatz zu Whitney, ganz locker. «Ich bin nach der Wahl erst mal in die Ferien gegangen», schmunzelte Rita aus Zürich-Oerlikon. «Jetzt freue ich mich, ab und zu an solchen Anlässen mitmachen zu dürfen und zwischendurch auch mal etwas zu modeln.»

Das Echo der Gäste
Die etwas andere Modershow kam bei den Gästen übrigens gut an. «Es ist mal etwas anderes, alles sehr locker und trotzdem imposant», erklärte der Luzerner Garagist Stefan Epper (Jaguar und Range-Rover). «Kleider und Bilder sind absolut sehenswert», attestierte Renova-Sprecherin Polina Sokolowa.

André Häfliger/Luzern