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MONTE GENEROSO: Die «Steinblume», ein neues Wahrzeichen für das Südtessin

Auf dem Monte Generoso hat die Migros ein neues Panoramarestaurant von Architekt Mario Botta erbauen lassen. Die «Steinblume» soll den Tourismus ankurbeln.
Gerhard Lob, Monte Generoso
Nach zweijähriger Bauzeit eingeweiht: die «Fiore di pietra» auf dem Monte Generoso. (BILD: BENEDETTO GALLI (KEYSTONE/TI-PRESS))

Nach zweijähriger Bauzeit eingeweiht: die «Fiore di pietra» auf dem Monte Generoso. (BILD: BENEDETTO GALLI (KEYSTONE/TI-PRESS))

Mario Botta hat auf der ganzen Welt gebaut. Und doch war ihm gestern eine besondere Emotionalität anzumerken. Sein neuestes Werk steht an einem Ort, der für ihn eine besondere Bedeutung hat, dem Monte Generoso, dem Heimatberg über seinem Wohnort Mendrisio. «Diesen Berg habe ich in meiner Jugendzeit mit Freunden in abenteuerlichen Ausflügen in Sommernächten bestiegen. Von hier habe ich die Welt und den Kosmos entdeckt», erzählte der 73-jährige Architekt an der Einweihung der «Fiore di pietra», der Steinblume, wie das Gipfelrestaurant genannt wird.

Das neue Gebäude erhebt sich wie ein Leuchtturm über mehrere Stockwerke gleich neben der Bergstation der Monte-Generoso-Bahn. Die 125 Jahre alte Zahnradbahn führt von Capolago, dem Südzipfel des Luganer-Sees, in 40 Minuten auf gut 1600 Meter über Meer.

Das alte Hotel-Restaurant Vetta war im Oktober 2010 aus Sicherheitsgründen geschlossen worden, nachdem sich das Felsgebiet bewegt hatte und Risse in der Bausubstanz aufgetaucht waren. Die Migros als Eigentümerin überlegte sich damals, den Betrieb ganz einzustellen. «Doch das Projekt von Mario Botta und der damit verbundene Relaunch haben uns überzeugt», sagte Fabrice Zumbrunnen, künftiger Migros-Chef. 20 Millionen Franken flossen in das Berggebäude, der Kanton Tessin gab einen Zustupf von einer Million.

Anknüpfen an glorreiche Zeiten

«Wir hoffen natürlich, dass ein neuer Impuls für den Tourismus im Tessin ausgeht», sagte Finanz- und Wirtschaftsdirektor Christian Vitta. Der Generoso ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Mountainbike-Touren, doch bei Touristen ist dieser Ausflugsberg nicht so bekannt. In den Anfangszeiten des Tourismus war das noch anders. Ende des 19. Jahrhunderts kamen aus Italien viele Reisende. Die 1890 fertiggestellte Zahnradbahn war eine Attraktion. Doch nach der Blütezeit folgte der Niedergang. Nach mehreren Handwechseln stand die Zahnradbahn vor dem Ruin. Die Rettung kam 1941 durch Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler. Leicht war der Betrieb dieser Bahn nicht. In den letzten Jahren vor der Schliessung des Restaurants ging die Zahl der Gäste zurück. 2010 waren es noch 74 000 Fahrgäste. «Unser Ziel ist es, wieder auf 85000 Fahrgäste zu kommen», sagte Francesco Isgrò, Direktor der Monte-Generoso-Bahn.

Gerhard Lob, Monte Generoso

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