MURI: Tischtennis und Spielbox für den Pausenplatz

Seit einem Jahr ist das Schul- und Stufenforum aktiv. Inzwischen wurden diverse Kurse für Eltern und Schüler abgehalten sowie neue Pausenaktivitäten geschaffen.

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An den Kursen wurden Themen und Fragen aufgegriffen, welche die Eltern beschäftigen. (Bild: PD)

An den Kursen wurden Themen und Fragen aufgegriffen, welche die Eltern beschäftigen. (Bild: PD)

Mehr Farbe auf dem Pausenplatz, bessere Sitz- und Spielmöglichkeiten, ein neuer Schulhausklingelton, mehr Sand im Kasten, der nicht gleichzeitig als Katzenklo dienen soll. Anregungen der Kinder, was auf den Pausenplätzen der Schulen Muri verändert werden solle, gab es viele, denn die Vorstandsmitglieder des Schul- und Stufenforums hatten als eine ihrer ersten Aktionen eine Umfrage unter den Schülern durchgeführt. Auch die Eltern wurden nach ihren Interessen bezüglich möglicher Kursthemen gefragt. Anschliessend ging es gruppenweise an die Umsetzung. Erste Ergebnisse wurden Anfang Juni 2016 an einem Schulforum präsentiert. Drei Stufenforen folgten im Herbst. «Besonders erfreulich ist die Bereitschaft der Eltern, den Vorstand zu unterstützen. Es haben sich acht Personen gemeldet, um sich für einzelne Themen zu engagieren», sagt Präsidentin Susanne King erfreut.

Bezüglich Pausenplatzgestaltung konnten einige Projekte mit geringem Kostenaufwand bereits umgesetzt werden. «Kindergarten und Primarschule bekamen frischen Sand in die Sandkästen sowie Abdeckungen darüber. Auch die Seilbahn wurde neu gespannt», berichtet die Verantwortliche Jenny Jaeggi. Für die Kinder im Schulhaus Kloster wurde ein Tischtennistisch aufgestellt, den man in einem anderen Schulhaus entbehren konnte. «Ein Sponsor finanzierte fürs Schulhaus Rösslimatt einen Tischtennistisch sowie eine Spielbox.» Viele der Arbeiten konnten die Schulhausabwarte oder der Werkdienst ausführen. An der Oberstufe darf man testweise auf einem Areal Fussball spielen, auf dem es sonst nicht erlaubt ist. Auch die Offene Jugendarbeit Muri wurde in den Prozess eingebunden. Deren Fachleute kommen regelmässig mit Spielen und Bewegungsmaterial in den Pausen an der Mittel- und Oberstufe vorbei. «Das Angebot wird von Schülern und Lehrpersonen sehr geschätzt», freut sich Jaeggi. Im kommenden Herbst wird die Projektwoche dazu genutzt, das Thema Graffiti zu vertiefen. Die Kinder werden unter professioneller Leitung Wände auf dem Schulareal gestalten. Unter dem Motto «Schöne neue Medienwelt» wurden drei Elternkurse durchgeführt.

WhatsApp, Snapchat, Instagram & Co.

«Wir thematisierten das Medienverhalten der Kinder, die Frage der Einflussnahme durch die Eltern, den Umgang mit dem Videoportal Youtube sowie die Internetsicherheit», erzählt Susanne King. Verschiedene, bei Kindern und Jugendlichen beliebte Apps wie WhatsApp, Snapchat und Instagram wurden vorgestellt. «Dabei zeigten wir Gefahren und Chancen der modernen Medienwelt auf.» Zum Thema «Lernen heute» wurde ein Pilotprojekt unter dem Motto «Hilfe zur Selbsthilfe» lanciert. «Die Idee war, Familien zusammenzubringen, die einander Tipps geben, wie Kinder am besten mit dem Lernstoff umgehen können», so King. «Grundsätzlich waren die Reaktionen positiv. Der Aufwand war aber relativ gross, weshalb wir das Konzept nochmals neu beurteilen werden.» Aus dem Projekt «Lernen heute» entstand die Idee einer Kinderuni, welche Lerninhalte anbieten soll, die den Schülern einfach nur Spass machen. «Zwei Veranstaltungen aus den Fachbereichen Astronomie und Informatik konnten bereits durchgeführt werden», so die Verantwortliche Anna Hemme-Unger. «Wir planen weitere Kurse zu den Themen Wikinger, Bankenwelt, Englisch für Kinder, Samariterverein oder Handy – Strahlen und Fakten.» Am 1. Juni wird ein Schulforum durchgeführt. Weiter sind drei Elterncafés geplant, welche die Stufenforen ablösen. «Unser Ziel ist es, möglichst viele Eltern zur Mitwirkung zu gewinnen, sei es bei Projekten, Elterncafés oder im Vorstand, wenn es eine Vakanz gibt», betont Susanne King. «Vor allem im Vorstand ist der Aufwand nicht zu unterschätzen. Aber die Zusammenarbeit ist auch sehr bereichernd und wird seitens der Schule, der Schulpflege, der Gemeinde Muri und der Offenen Jugendarbeit sehr geschätzt.»

 

Cornelia Bisch

cornelia.bisch@zugerzeitung.ch

Hinweis

Infos unter www.schulemuri.ch