MUSIK: Howard Carpendale offen wie nie

Der Schlagersänger spricht im Interview über eine schwere Zeit in seinem Leben und wie er sie überwunden hat, sowie über Kollegen und Rivalen in der Musikbranche...

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Howard Carpendale äußerte sich sehr offen über sein Leben.
Der 70-Jährige sprach über seine inneren Dämonen, die ihn fast in den Selbstmord trieben. Er verriet, dass er nach seinem Bühnenabschied 2003 depressiv wurde und sich das Leben nehmen wollte. Doch er suchte sich Hilfe. Im Interview mit der 'Hamburger Morgenpost' erzählte der Schlagersänger: "Ich habe mir einen Top-Therapeuten gesucht und viel Zeit in einer Klinik verbracht. Ich habe versucht alles in meinem Leben zu ändern, was mich störte."
Der Rat seines Therapeuten: "Wenn du nicht wieder auf die Bühne gehst, wirst du bald sterben." Daher gab der Musiker 2007 sein Comeback bekannt. Darauf folgten fünf neue Alben sowie zahlreiche Bühnenauftritte.

Des Weiteren plauderte er in dem Interview über prominente Gefährten und Rivalen. Über Roland Kaiser sagte er: "Am Anfang seiner Karriere hat er mir viele Fragen gestellt, weil ich schon dort war, wo er hinwollte. Unser Verhältnis wurde später eisig, weil er in mir wohl Konkurrenz sah. Neulich bin ich aber auf ihn zugegangen, habe ihn in den Arm genommen und gesagt, dass er seit seiner Lungentransplantation ein anderer Typ geworden ist." Carpendale erzählte über Udo Lindenberg, dass er in einem anderen Kosmos lebe. Die beiden hatten wohl schöne Gespräche, von denen er selten ein Wort verstanden habe. Auf die Frage, ob wahre Freundschaften in der Musikbranche möglich seien, antwortete der Südafrikaner: "Es gibt immer eine kleine Mauer, Neid spielt schon eine große Rolle".

Über seinen Rivalen Marius Müller Westernhagen, mit dem er sich schon seit einigen Jahren einen Schlagabtausch liefert, hatte Carpendale nicht viel zu sagen - ausser dass er ein "A****loch" sei.

bangshowbiz