«MUSIKANTENSTADL» AUS BASEL: Das Duo setzt auf «Bella Italia»

Zwei Sängerinnen halten heute Abend (SF 1 ab 20.15 Uhr) im «Musikantenstadl» aus der Basler St.-Jakobs-Halle die Zentralschweizer Fahnen hoch: die «gestandene» Maja Brunner aus Schwyz und Newcomerin Yasmine-Melanie Wyrsch aus Hünenberg ZG.

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Gutgelaunt: Der Schwyzer Schlager-Star Maja Brunner mit dem Baselbieter Fahnenschwinger Thommi Jeker. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Gutgelaunt: Der Schwyzer Schlager-Star Maja Brunner mit dem Baselbieter Fahnenschwinger Thommi Jeker. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Und beide haben eines gemeinsam: Sie singen italienisch!«Weil das einem Song zusätzliches Feuer verleiht», sind sich beide einig. Maja Brunner singt ihren Hit «Sotto Diecimila Stelle» (Unter zehntausend Sternen). Und Yasmine-Mélanie Wyrsch tritt mit ihrem Lied «Amore Fantastico» (Fantastische Liebe) von den Bregenzer Starproduzenten Charly und Heidrun Bereiter an, um den «Stadlstern» zu gewinnen.

Messlatte liegt hoch
Dieser Stern geht in jeder Sendung an einen Nachwuchskünstler und wird Ende Jahr mit dem Jahressieg belohnt. Für Yasmine-Melanie, die nach ihrem Praktikum als Kleinkindbetreuerin das KV absolvieren will und auch als Sängerin «einige Ziele» vor Augen hat, ist die Messlatte hoch gesteckt. Denn bisher ging der Jahressieg immer an die Schweiz: Vor zwei Jahren an den Ostschweizer Nicolas Senn, letztes Jahr an die Bernerin Melanie Oesch, die auch heute mit ihrer ganzen Familie auftritt. Einige Lieder von Yasmine-Melanie komponiert auch ein alter Bekannter: Christian Duss, Mitglied der Luzerner Schlager-Duos ChueLee. Er tritt am 12. April an der Schweizer Ausscheidung zum GP der Volksmusik übrigens unter den zwölf Teilnehmern alleine an.

Maja Brunner solo
Nach acht Jahren wieder solo ist auch Maja Brunner: Sie hat sich von ihrem Freund, dem 24 Jahre jüngeren Volksmusiker Philipp Mettler, getrennt. «Im Moment tut das noch weh, aber wir werden ganz bestimmt dicke Freunde bleiben», erklärte Maja unserer Zeitung. «Vielleicht war der Altersunterschied halt doch zu gross.»

Andy Borg derweil, der frische, witzige und sonore «Stadl»-Moderator, hat eine schöne Erinnerung an Luzern: «In dieser wunderschönen Stadt habe ich einmal den Geburtstag meiner Frau Birgit gefeiert. Und überhaupt: Ich komme immer wieder gerne in die Schweiz. Was in Österreich schön ist, ist hier noch schöner.» – Na, wenn das denn kein gutes Omen ist für die Fussball-Europameisterschaft im Juni...

Zwei aus China dabei
Sogar zwei Musikanten aus China sind im «Stadl» dabei: Danlei Liu aus Peking und Qing Fan aus Shanghai absolvieren in Bern die Hochschuler der Künste und spielen in der 50-köpfigen Landwehrmusik aus Fribourg. «Für uns ist es der erste grosse Fernsehauftritt», freuten sie sich. «Klostertaler»-Sänger Markus Wolfahrt relativierte uns gegenüber eine Medienmeldung von Freitag, wonach er in zwei Jahren aufhören will. «Wir haben auf diesen Termin lediglich unsere Verträge gekündigt. Von Aufhören kann keine Rede sein. Wer einmal Musikant ist, bleibt das ein Leben lang.»

Ein Mega-Aufwand...
Beim «Stadl» wird im übrigen ein Riesen-Aufwand betrieben. Schon am Donnerstag gabs einen Durchlauf mit allen 350 Mitwirkenden und dem 150-köpfigen TV-Team einen Sende-Durchlauf. Am Freitag dann ein weitere Durchlauf und am Abend die Generalprobe vor der eigentlichen Sendung am Samstag, die einmal im Jahr in der Schweiz stattfindet und vom ORF produziert wird. Vom Schweizer Fernsehen zeichnen bei der Co-Produktion Redaktionsleiterin Yvonne Söhner und Redaktor Daniel Müller verantwortlich. Sie sind sich einig: «Beim 'Stadl' ist die Stimmung bei allen immer gewaltig – beim Publikum, bei den Mitwirkenden und auch im Team. Die Sendung bleibt eine Erfolgsstory.»

André Häfliger, Basel