NACH COUCHEPIN-EMPFANG: Angst vor Stromschlägen im Schweizer Haus

Nach dem stimmungsvollen Empfang am Samstag von Bundespräsident Pascal Couchepin und seiner Ehefrau Brigitte schlug die Stimmung gestern Abend um: Das «House of Switzerland» in Peking musste evakuiert werden!

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Unter Wasser: Die Bar des «House of Switzerland» am Sonntag Abend, 22.30 Uhr Ortszeit. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Unter Wasser: Die Bar des «House of Switzerland» am Sonntag Abend, 22.30 Uhr Ortszeit. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Schuld war das Wasser, das nach heftigen Gewitterregen am frühen Abend plötzlich in Schweizer Gästehaus seitlich und zum Teil von den Betonrissen am Boden eindrang und an verschiedene Stellen auch vom Dach stark heruntertropfte. Vor allem der Beriech der Lounge-Bar war betroffen. Nachdem man zuerst diesen Bereich schloss, entschied man dann, gegen 23 Uhr Ortszeit das Haus ganz zu evakuieren. Gut 70 Angestellte und Gäste waren zu diesem Zeitpunkt noch da, unter ihnen der Luzerner Korpskommandant Beat Fischer mit seiner Familie, Swiss-Tennis-Präsident René Stammbach und die Zürcher Regierungsrätin Rita Fuhrer, die als Verbandspräsidentin mit ihrem Schützen-Team zu Gast war.

Eine Vorsichtsmassnahme
Obwohl das Wasser in der Bar keinen Zentimeter hoch stand, wurde evakuiert. Edwin Rudolf, Vizepräsident des Hauses: «Eine reine Vorsichtsmassnahme. Wir wollten vor allem wegen den elektrischen Anlagen, die nicht so gut geschützt sind hier, keine Risiken eingehen. Denn es bestand theoretisch und im schlimmsten Fall die Gefahr von Stromschlägen.»

Das Haus ist wieder geöffnet
Inzwischen hat sich die Lage im Schweizer Gästehaus beruhigt: Am Montag hat es aufgehört zu regnen, alle Böden im Haus sind wieder komplett trocken. Hausdirektor Manuel Salchli: «Wir konnten den Betrieb am Morgen ganz normal aufnehmen. Das Haus und die ganze Technik haben keinerlei Schaden genommen.»

Die «Lopper-Örgeler» sind da
Am Montag kam im Schweizer Haus Verstärkung sogar noch an: Neben den «Spätzündern» aus Küssnacht am Rigi und der «Charly's Baier»-Band aus Luzern machen jetzt auch die «Lopper-Örgeler» aus dem nidwaldnerischen Hergiswil Stimmung. Maja Zrotz, Erika und Ursi Blättler sowie Regula und Astrid Durrer spielen seit acht Jahren zusammen. Edwin Rudolf: «Sie waren schon im 'Musikantenstadl'. Ich habe sie dank einem Tipp von Kurt Zurfluh hier engagiert.»

Hohe Gäste bei Couchepin
Zum Empfang des Bundespräsidenten und seiner Gattin waren am Samstag 600 Gäste gekommen. Fifa-Präsident Sepp Blatter, Ex-IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch und Montreux Jazzfestival-Chef Claude Nobs erwiesen den Couchepins, die heute zum Abschluss ihrer Asienreise weiter auf die Philippinen reisen, die Ehre. Auch mehrere chinesische Minister waren gekommen. «Ich wollte unbedingt auch sehen, wie dieses Haus aussieht – und ich bin nicht enttäuscht», sagte Blatter. «Für mich als grosser Freund der Schweiz ist es eine Ehrensache, dass ich gekommen bin»; meinte Samaranch.

André Häfliger, Peking