Nach Navi-Irrfahrt versagen die Bremsen

In Beinwil am See wird ein Lastwagenfahrer von einem Navigationsgerät auf die Nebenstrasse gelockt. Dort nimmt das Unheil seinen Lauf.

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Ein slowenischer Lastwagen blockierte stundenlang die Linie Lenzburg-Luzern (Leserbild Rolf Brun).

Ein slowenischer Lastwagen blockierte stundenlang die Linie Lenzburg-Luzern (Leserbild Rolf Brun).

Der Unfall ereignete sich laut Angaben der Kantonspolizei Aargau am Dienstagnachmittag gegen 15.30 Uhr in Beinwil am See. Der 50-jährige slowenische Lenker eines unbeladenen Lastwagens gab der Polizei zu Protokoll, dass ihn sein Navigationsgerät beim «Löwenplatz» korrekt nach rechts wies. Aufgrund von Bauarbeiten war dieser Weg jedoch kurz unterbrochen, weshalb er in Richtung Mosen weiterfuhr. Etwa hundert Meter weiter liess er sich durch das Navigationsgerät über den Bahnübergang in eine Nebenstrasse dirigieren. Als es für die schwere Komposition auf der Strasse immer enger wurde und es bald einmal kein Weiterkommen mehr gab, musste der Chauffeur mühsam wenden. Danach fuhr er in Richtung Bahnübergang zurück.

Bremsen versagen

Wie der 50-Jährige der Kantonspolizei Aargau weiter zu Protokoll gab, hätten beim Befahren der abfallenden Nebenstrasse plötzlich die Bremsen und die Kupplung versagt. Es gelang ihm, die Komposition mit der Handbremse zum Stillstand zu bringen. Er stieg aus und ging hinter die Kabine, um die Bremsschläuche zu kontrollieren. In diesem Moment rollte die Komposition los. Der Chauffeur konnte sich durch einen Sprung in letzter Sekunde aus der Gefahrenzone retten. In der Folge rollte der Lastwagen in Richtung Bahngeleise und wurde dort durch einen Masten der Fahrleitung gestoppt. Der 50-Jährige blieb unverletzt. Am Sattelschlepper entstand beträchtlicher Sachschaden.

Durch den Unfall blieb die Seetalbahn in Beinwil am See bis gegen Mitternacht gesperrt.

pd/rem