NACHGEFRAGT SABINA SCHNEEBELI: «Ja, ich bin jetzt eine Ärztin»

Sabina Schneebeli spielt in «Tag und Nacht» als Dr. Meret Frei einer der fünf Hauptrollen. Wie erlebt sie die neue Serie des Schweizer Fernsehens? Unser Chefreporter André Häfliger fragte nach.

Drucken
Teilen
Sabina Schneebeli bei den Dreharbeiten. (Bild Schweizer Fernsehen)

Sabina Schneebeli bei den Dreharbeiten. (Bild Schweizer Fernsehen)

Die Ärztin Dr. Meret Frei, die Sie spielen, hat in der neuen Serie etwas chaotische Züge. Sind Sie privat auch eine Chaotin? 
Sabina Schneebeli: Ja, das kann schon sein. Ich habe vor allem im Kopf manchmal ein rechtes Durcheinander. Sonst aber bin ich zum Beispiel sehr gerne ein ganz ordentlicher Mensch, aber mit einer Familie und Kindern ist das oft recht schwierig. Ich mag generell einfach leere Räume, Klarheit. Das gibt mir Kraft.

Brauchten Sie für Ihre Rolle eine spezielle medizinische Ausbildung?
Schneebeli (lacht): Ja, ich bin jetzt Ärztin, möchten sie meinen Ausweis sehen? Im Ernst: Ja, wir wurden schon ausgebildet. In der echten «Permanence» im Zürcher Hauptbahnhof wurden uns alle Geräte erklärt. Zudem haben wir bei jedem Dreh einen Arzt dabei – und vor Jahren habe ich auch schon eine Ärztin gespielt, was mir auch zugute kommt jetzt.

Das Budget der Serie ist knapp bemessen, sie drehen 12 Minuten statt wie sonst üblich 2 Minuten bei einem Film pro Tag. Leidet da etwas darunter?
Schneebeli: Sicher bedeutet das fürs Team, dass das Ganze viel, viel anstrengender ist. Es wäre vielleicht manchmal schön, man hätte mehr Zeit und könnte mehr proben. Aber wir schaffen es. Dank einen hoch professionellen Team, das gut vorbereitet ist und keine Minute verliert am Set. Zudem kommt uns die neuste Technik der sogenannten Red-Kamera entgegen.

Nennen Sie bitte drei Stärken und eine Schwäche des Teams?
Schneebeli: Es sind nur qualifizierte Leute dabei. Die Motivation ist riesig. Alle passen zusammen, es harmoniert. Und die Rollen sind alle sehr gut besetzt. Die Schwäche hat mit dem Team nichts zu tun: Mit etwas mehr Zeit könnte man noch genauer, präziser arbeiten. Ich arbeite gerne schnell am Set, aber hier geht es manchmal schlicht zu schnell?

Wie gross ist Ihre Hoffnung, dass es bei «Tag und Nacht» eine zweite Staffel gibt?
Schneebeli: Naja, mal schauen. Ich finde, wir haben jetzt eine tolle Basis gelegt. Wenn die Drehbücher weiterhin so gut sind, sehe ich eine gute Chance, dass es weitergehen wird.

Interview André Häfliger, Zürich

HINWEIS
«Tag und Nacht» läuft jeweils am Freitagabend ab 21 Uhr auf SF 1.