Naomi – in München zickig, in Davos ganz nett

Sicherheitskräfte wohin das Auge reicht. Aber vielleicht gerade deshalb fühlt sich die Prominenz am World Economic Forum in Davos äusserst wohl.

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Gast bei Verleger Hubert Burda: Das englische Topmodel Noemi Campbell, am World Economic Forum in Davos. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Gast bei Verleger Hubert Burda: Das englische Topmodel Noemi Campbell, am World Economic Forum in Davos. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

 «Alle Leute sind extrem nett und zuvorkommend hier», schwärmte etwa Englands Supermodel Naomi Campbell. «Ich weiss das, denn ich bin nicht zum ersten Mal in dieser wunderschönen Gegend hier.>»Naomi wohnt in Klosters – im Hotel Walserhof beim Luzerner Direktor Armin Meier, dort wo in paar Wochen auch Prinz Charles und seine Söhne wieder Skiferien machen werden.

Naomi im Charles-Hotel
«Naomi ist sehr höflich und humorvoll», erklärte Meier unserer Zeitung. «Von zickig kann keine Rede sein.» Das Topmodel kam direkt aus München. Wie in Davos war sie dort Gast an einem Event («Digital-live-Design») von Verleger Hubert Burda (u. a. «Focus», «Bunte»), liess in Deutschland aber den gemeinsamen Vortrag «Africa revisited» mit Ruanda-Präsident Paul Kagame sausen.

Burda mit Ehefrau da
Erstmals wird Burda in Davos von seiner Ehefrau, Schauspielerin Maria Furtwängler, begleitet. Selbst für sie gab es beim Eintreffen im Prominenten-Hotel-Nummer 1, dem «Belvedère», kein Weiterkommen: Wenn Klimaschützer und Ex-US-Vizepräsident Al Gore kommt oder geht, wird – wie bei Condoleezza Rice – alles total blockiert. Hoteldirektor Ernst Wyrsch hatte aber ein Einsehen und führte Furtwängler und Burda persönlich auf ihr Zimmer. «Es war eine so wunderschöne Anfahrt nach Davos, es ist einfach herrlich hier», schwärmte die Frau, die an der letzten Bambi-Verleihung Sophia Loren einen Ehrenpreis übergab.

Schön und anstrengend
Schön ist es im wolkenlosen Davos. «Aber auch schön anstrengend», schmunzelte Unternehmensberater Thomas Borer. «Wir hetzten von einem Meeting zum andern, aber so muss es sein.» Ciba-Verwaltungsratspräsident Armin Meyer schätzt das Forum vor allem deshalb, weil sich hier «rund 30 Chemie-Topmanager der Welt auf einmal treffen können». Sonst sei das nirgendwo möglich. Zur Börsenaktualität wollte sich Meyer lieber nicht äussern: «Kein Kommentar?» Al Gore indes beruhigte: «Nur keine Panik, alles wird gut!»Gutgelaunt mit Ehefrau Françoise zeigte sich Unternehmer André Kudelski. Trotzdem war er noch immer etwas betrübt - über die Tatsache nämlich, dass er für seinen geliebten Dackelhund, der während des letztjährigen Forums starb, noch immer keinen Nachfolger gefunden hat...

André Häfliger / Neue LZ