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NATURHEILKUNDE: Thymian und Täterää

Dort, wo es richtig warm ist, im Mittelmeerraum nämlich, wächst der Thymian. Und dieses Kraut hilft uns, wenn es so richtig kalt ist. Auch jetzt zur Fasnacht – wenn wir zu wild gefeiert haben.
Aromatisch und anregend: der Thymus vulgaris, der gewöhnliche Thymian. (Bild: Getty)

Aromatisch und anregend: der Thymus vulgaris, der gewöhnliche Thymian. (Bild: Getty)

Jetzt beginnt die Fasnacht. Für den Körper heisst das: Kälte, dann Hitze, und Kleidung, die meist nicht warm halten kann. Oft ist die Fasnachtszeit nasskalt. Dazu kommt wohl einiges an Bier und Kafi mit Schnaps und eine Ernährung, die näher an der Fritteuse als am Dampfkochtopf ist.

Da hilft Thymian. Genauer gesagt Thymus vulgaris, der gewöhnliche Thymian. Der Name soll zurückgehen auf das griechische «thymos», übersetzt: Wut, Zorn, oder auch: Mut, Geist. Die Pflanze Thymian ist wunderbar aromatisch und anregend.

Sie kommt aus dem Mittelmeerraum, von da, wo es so richtig heiss ist. Die ersten grossen Fans des Thymians gehören der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde TEN an, zum Beispiel Hildegard von Bingen. Heute wird er weltweit kultiviert, wild wächst er nur, wo es ihm wirklich warm genug ist. Im privaten Garten freut er sich über trockenen, kalkhaltigen Boden, pralle Sonne und wenig Wind.

Das perfekte Heilkraut für den Winter

In den Winter passt Thymian perfekt. Wie kaum ein anderes Kraut nützt er bei Erkältungen und Husten, gleichzeitig sogar bei Magen- und Darmproblemen, dazu bei ungezählten anderen Beschwerden: Gicht und Rheuma, Menstruationskrämpfen, Wechseljahrbeschwerden.

Pharmakologisch untersucht ist seine Wirkung bei Husten aller Art. Wichtige Inhaltsstoffe sind Thymol und Carvacol. Mit deren Hilfe löst Thymian Krämpfe, erweitert die Bronchien, stimuliert die Flimmerhärchen, wirkt schleimlösend und regt den Abtransport des Schleimes an. Dabei fördert er die Durchblutung, wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze, hemmt Ent- zündungen. Über die Einnahme gelangen diese Stoffe in Magen und Darm und entfalten auch dort ihre Wirkung bei Verdauungsproblemen aller Art. Die Bitterstoffe regen Appetit und Verdauung an.

Vom Thymian-Tee kann man täglich mehrere Tassen trinken: Ein bis zwei Teelöffel des getrockneten Krauts aus der Apotheke übergiesst man mit etwa zwei Deziliter heissem Wasser. Nach fünf Minuten abseihen. Der Tee eignet sich auch zum Gurgeln bei Hals- oder Zahnfleischentzündungen, nicht umsonst ist Thymol Bestandteil von Zahnpasten und Mundwassern. Ein Bad kann bei Hautproblemen helfen, zum Beispiel bei Akne, entzündeten Wunden und sogar bei Gürtelrose. Zubereiten wie Tee: 500 Gramm für vier Liter kochendes Wasser, ziehen lassen, durch ein Sieb ins Badewasser geben.

Gegen Traurigkeit und für die Libido

Nebenwirkungen sind keine zu erwarten, selten kommt es zu leichten allergischen Reaktionen. Hingegen sollten Personen, die über einiges an Yang ver­fügen, Kinder zum Beispiel, ­vorsichtig mit Thymian behandelt werden, das gilt auch für Schwangere.

Auch die Traditionelle Chinesische Medizin TCM ist auf den Thymian-Geschmack gekommen. Dabei sieht sie meh­rere Hauptwirkungen: Kälte eliminieren und Schleim auflösen; wärmen, um Magen und Darm zu helfen; tonisieren, um Traurigkeit und Besorgnis zu vertreiben, gar die Libido in Schwung zu bringen; beruhigen, um Abgeschlagenheit zu vertreiben. Da könnte man fast schon wieder auf die Fasnacht verzichten.

Thymian vertreibt den Kater

Wer nicht verzichtet: Etwas Thymian-Tee zwischendurch hilft gegen Erkältungen und Husten und gegen Sodbrennen und Übelkeit. Ach ja: Auch gegen den Kater am nächsten Morgen soll er ein ziemlich gutes Mittel sein.

Ulrike von Blarer Zalokar

Hinweis

Ulrike von Blarer Zalokar leitet die Heilpraktikerschule Luzern: www.heilpraktikerschule.ch

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