NEUE SHOW: DJ BoBo landet einen «Fantasy»-Volltreffer

Gigantisch: Mit 15 Artisten und über 70 weiteren Crewmitgliedern hat DJ BoBo am Freitagabend vor 1800 Fans im Europapark im deutschen Rust die Weltpremiere seiner Show «Fantasy» gefeiert.

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Zurück auf der Showbühne: DJ BoBo (rechts) und seine Ehefrau Nancy (vorne links) an der Fantasy-Weltpremiere.

Zurück auf der Showbühne: DJ BoBo (rechts) und seine Ehefrau Nancy (vorne links) an der Fantasy-Weltpremiere.

Der Fantasie freien Lauf lassen, das will BoBo in seiner Bühnenpräsentation Nummer 9. Der Star, der in 20 Jahren schon weit über 14 Millionen Tonträger verkauft hat, legt die Grundlage zu seinen Showfantasien im imposantesten Bühnenbild, das er je hingestellt hat. Ein namenloser Gigant thront da auf der Bühne: Die Figur aus 18,5 Tonnen Stahl und 400 Quadratmeter Styropor ist 15 Meter hoch, 18 Meter breit und 15 Meter tief. Mehr als fünf Kilometer Kabel sind auf der Bühne verlegt. Auf den obersten der sieben Bühnenflächen sind die beiden Musiker in 10 Meter Höhe aus Sicherheitsgründen angekettet. «Wir sind auf allen Vieren hoch gekrochen, als wir am vergangenen Sonntag den Giganten erstmals bestiegen», erzählte BoBo ganz ehrfürchtig.

Auch Ehefrau Nancy gibt Gas
Kaum zu glauben, wie flink sich eine knappe Woche danach die 16 Sänger, Tänzer und Musiker zur höchst anspruchsvollen Choreografie von Curtis Burger an der umjubelten Weltpremiere auf dem Giganten, der sogar die Augen auf und zu machen kann, bewegten. Und wie das Spiel der Lichter, der Feuer und der südafrikanischen Kostüme auf die Fans, die sich grösstenteils aus kinderreichen Familien zusammensetzten, wirkte. «Auf dieser Plattform können wir richtig loslegen», strahlte BoBo kurz vor der Premiere. Und legte ein musikalisches Feuerwerk los, das über zwei Stunden nicht ausklingen mochte. Neun neue Songs aus dem Album, das Ende Januar erscheinen wird, präsentierte der gelernte Bäcker aus dem Aargau, der mit seiner Familie in Horw lebt – und mit seiner stimm- und tanzgewaltigen Ehefrau Nancy auf der Bühne steht. Nach Luzern kommt BoBo mit seiner neuen Show nicht: «Es gibt keinen Ort, der genug Platz für unseren Giganten bietet.»

«Ich bin der Boss, so ist es immer noch»
Seinem Partysong-Stil ist BoBo soweit treu geblieben. Etwas weg gekommen von Konzeptsongs, ist er indes zurückgekehrt zu seinen Wurzeln. «Ich mache wieder ganz das, was ich kann», erklärte der Hitparadenstürmer. «Songs und Melodien schreiben. Die Musik lege ich jetzt wieder vor, baue dann nach ihr die Bühne. Und nicht umgekehrt wie in den letzen beiden Shows.» Alles, was man sehe und höre, das sei indes nicht er alleine. «Das sind wir», betonte BoBo. «Aber es ist immer noch so, dass ich der Boss bin. Mein Job ist es, alle Inputs des Teams zu sortieren und richtig einzuordnen.» Das alles macht er mit so vielen Leuten, die seit Jahren dabei sind: Etwa mit seinem Manager Oliver Jmfeld seit 20, oder mit seinem Buchhalter Heinz Bieri seit 14 Jahren. «Noch nie hat ein Rappen gefehlt», schmunzelte der Entlebucher in Rust.

Volltreffer - mit Pfeil und Show!
Da griff BoBo auf der Bühne plötzlich zu Pfeil und Bogen. Bei der Krienser Meisterschützin Nadja Strebel hatte er das geübt: Den Pfeil hinten bis zum Mund ziehen, zielen, loslassen. Im Gegensatz zum Training brannte der Pfeil auf der Bühne – und krachte 25 Meter weiter entfernt mitten ins Herz der Zielscheibe. «So gut habe ich noch nie getroffen», sagte der wackere Schütze nach der Show. DJ BoBo und seine «Fantasy»-Show – welch ein Volltreffer!

André Häfliger