OBERBAYERN: Menschliches Versagen offenbar Ursache für Zugunglück

Das schwere Zugunglück bei Bad Aibling in Oberbayern mit zehn Toten soll auf menschliches Versagen zurückgehen. Der Grund für das Unglück sei offenbar eine «verhängnisvolle Fehlentscheidung» eines Bahnmitarbeiters, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland, dem mehr als 30 Tageszeitungen angehören, am Dienstagabend unter Berufung auf Ermittlerkreise.

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Die Unfallstelle zeigt ein Bild der Verwüstung. (Bild: EPA/Josef Reisner)

Die Unfallstelle zeigt ein Bild der Verwüstung. (Bild: EPA/Josef Reisner)

Die Nachrichtenagentur dpa stützt sich auf eine «zuverlässige Quelle». Bei dem Zugunglück waren mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen und 80 verletzt worden.

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht äussern. Die Ermittlungen würden noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Spezialisten hätten mit ihrer Ermittlungsarbeit gerade erst begonnen, sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

Dem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland zufolge soll der Bahnbedienstete das automatische Signalsystem ausnahmsweise ausser Kraft gesetzt haben, um einen verspäteten Triebwagen noch «quasi von Hand durchzuwinken». Der entgegenkommende Zug habe ebenfalls grünes Licht bekommen.

Zwei mit etwa 150 Passagieren besetzte Regionalzüge waren am Morgen bei Bad Aibling auf eingleisiger Strecke aus noch ungeklärter Ursache frontal zusammengeprallt und hatten sich ineinander verkeilt.

Die Unglücksstelle aus der Luft. (Bild: EPA / Peter Kneffel)
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Die Unglücksstelle aus der Luft. (Bild: EPA / Peter Kneffel)
Die Bergung der Verletzten gestaltet sich schwierig. (Bild: Matthias Schrader)
Einsatzkräfte bei der Unglücksstelle Nahe Bad Abling. (Bild: AP/Matthias Schrader)
Die Unfallstelle zeigt ein Bild der Verwüstung. (Bild: EPA/Josef Reisner)
Die Unfallstelle zeigt ein Bild der Verwüstung. (Bild: EPA/Josef Reisner)
Die Unfallstelle zeigt ein Bild der Verwüstung. (Bild: EPA/Josef Reisner)
Rettungskräfte bei der Unglücksstelle. (Bild: AP/Matthias Schrader)
Eine verletzte Person wird geborgen. (Bild: AP/Matthias Schrader)
Eine verletzte Person wird mit dem Helikopter abtransportiert. (Bild: UWE LEIN)
Die Rettungskräfte im Einsatz. (Bild: EPA/Uwe Lein)
Rettungskräfte bei der Unglücksstelle. (Bild: AP/Sebastian Stepniewski)
Rettungskräfte versorgen einen Verletzten. (Bild: AP/Matthias Schrader)
Ein Rettungshelikopter im Einsatz. (Bild: EPA/Sven Hoppe)
Rettungskräfte im Einstz. (Bild: AP/Matthias Schrader)
Rettungskräfte versorgen einen Verletzten. (Bild: AP/Matthias Schrader)
Rettungskräfte bei der Unglücksstelle in der Nähe von Bad Aibling. (Bild: AP/Sebastian Stepniewski)
Rettungskräfte bei der Unglücksstelle in der Nähe von Bad Aibling. (Bild: AP/Matthias Schrader)
Die Unglücksstelle in der Nähe von Bad Aibling. (Bild: Sebastian Stepniewski)
Rettungshelikopter im Einsatz. (Bild: AP/Matthias Schrader)
Ein Rettungshelikopter im Einsatz. (Bild: AP/Matthias Schrader)
Zahlreiche Rettungsfahrzeuge stehen bereit, um die Verletzten in ein Spital zu fahren. (Bild: EPA/Sven Hoppe)
Ein Helikopter im Einsatz über der Unglücksstelle. (Bild: EPA/Sven Hoppe)
Ein Rettungshelikopter wird eingewiesen. (Bild: SVEN HOPPE)
Rettungskräfte im Einsatz. (Bild: PAUL WINTERER)

Die Unglücksstelle aus der Luft. (Bild: EPA / Peter Kneffel)

Dem deutschen Verkehrsminister Alexander Dobrindt zufolge waren die Züge mit «sehr hoher Geschwindigkeit» unterwegs, als sie auf der Strecke in einer langgezogenen Kurve kollidierten. Laut Dobrindt war die Bahnstrecke mit einem Sicherheitssystem ausgestattet, das einen unberechtigt auf ihr fahrenden Zug per Zwangsbremsung automatisch stoppt.

sda/dpa/afp