OLYMPIA-PEOPLE: Donghuas Liebes-Tief, Ariellas Familienglück

Die Olympische Flamme brennt noch hoch über dem «Vogelnest». Aber ein Feuer der Liebe ist schon wieder erloschen: Donghua Li und seine neue 26-jährige Freundin Fen Tang haben sich hier an Olympia bereits wieder getrennt.

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Haben gut Lachen: Ariella Kaeslin (rechts) mit ihrer Mutter Heidi und ihrem Bruder Fabio. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Haben gut Lachen: Ariella Kaeslin (rechts) mit ihrer Mutter Heidi und ihrem Bruder Fabio. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

«Wir haben nach zwei Monaten feststellen müssen, dass wir doch nicht zusammenpassen», erklärte der 40-jährige Kunstturn-Olympiasieger von 1996, Donghua Li, der hier von einem Termin zum anderen huscht und bereits ein Dutzend Auftritte bei den grössten TV-Stationen im Land hinter sich hat. «Fen ist bereits zu ihren Eltern nach Südchina gereist», ergänzte Li. «Es war trotz allem eine schöne Zeit und wir werden garantiert Freunde bleiben.» Fen Tang lebt seit einem Jahr in der Schweiz und will in Winterthur Kultur-Management studieren.

Ariella feierte zweimal
Nicht nach zwei Monaten aber nach zwei Jahren haben sich auch SVP-Nationalrat Jürg Stahl und seine Freundin Gaby getrennt. Als Präsident des Schweizer Kunstturnverbandes (und neu auch als Chef des Swiss-Cups am 2. November im Zürcher Hallenstadion) konnte er in Peking trotzdem feiern: Den tollen 5. Platz von Ariella Kaeslin am Pferdpauschen. Angestossen wurde am Sonntagabend im Schweizer Haus und gestern Abend im engsten Kreis im herrlichen «Wish»-Gartenrestaurant. Nachdem Ariellas Vater Rolf bereits wieder abfliegen musste, waren neben Coach Zoltan JordanovMama Heidi und Bruder Fabio dabei. Der 16-jährige Fabio Kaeslin hat Ariella glatt um zwei Ränge geschlagen: Sein Luzerner Borba-Handballteam hat die U17-Meisterschaft nämlich auf dem Bronzerang abgeschlossen. «Die sind Kaeslins ist eben eine sehr sportliche Familie. Wir sind mächtig stolz auf sie», freute sich Stahl, der mit 17 Treffern amtierender Torschützenkönig des FC Nationalrat ist.

Während Heidi und Fabio Kaeslin am Mittwoch aus Peking abreisen, bleibt Ariella noch bis am nächsten Montag. «Ich will hier meine ersten Olymischen Spiele noch voll auskosten», erklärte sie. «Und mir vor allem die jetzt noch verbleibenden Schweizer in ihren Wettkämpfen voll unterstützen.»

Das Rennpferd von Rudolf
Ganz aufgeregt fieberte Edwin Rudolf am Montagabend am Fernsehen mit den Springreitern (Rang 4 im Nationenpreis) mit. «Schliesslich war ich mal Mitbesitzer eines Rennpferdes», erinnerte sich der Vizechef des Schweizer Gästehauses, das bald 100'000 Fans besucht haben werden. Allein das Futter habe im Monat 750 Franken gekostet. «Und als das Pferd dann endlich etwas Preisgeld einzubringen begann, wurde es leicht krank und musste die Karriere aufgeben», erzählte Rudolf weiter. «Das zwar ein nettes Pferdchen - aber leider eine glatte Fehlinvestition.» 

André Häfliger, Peking