PEOPLE: Boris Becker: Warum so böse?

Der Tennisstar wundert sich darüber, wie viel Hass ihm vor allem aus Deutschland entgegen gekommen war, als er neue Erfahrungen in seinem Leben machen wollte.

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Boris Becker wundert sich darüber, wie unbeliebt er in Deutschland geworden ist. (Bild: Bang)

Boris Becker wundert sich darüber, wie unbeliebt er in Deutschland geworden ist. (Bild: Bang)

Der Sportler gewann 1985 im Alter von nur 17 Jahren das Tennisturnier von Wimbledon und wurde damit schon vor seiner Volljährigkeit zur lebenden Legende. Das habe ihm jedoch auch ziemlich zu schaffen gemacht, denn es habe nicht lange gedauert und Becker habe den Hass einiger Menschen - vor allem aus Deutschland - zu spüren bekommen: "Auch ich habe ein Recht auf Erfahrungen, auf neue Partner, Experimente. Dieses Recht hat man mir nicht gegeben. Die Leute wurden böse. Sie sahen, dass die lebende Legende, wenn sie auf Veranstaltungen und Partys zwischen Flensburg und Garmisch herumgereicht wurde, nicht so funktionierte, wie sie das erwarteten. So mancher in Deutschland... hätte mich immer noch gerne so, wie ich als Siebzehnjähriger gewesen bin."

Der Sportler hat seiner Heimat Deutschland als ersten Wohnsitz daher bereits seit längerer Zeit den Rücken gedreht, bemerkt nun aber, wie sich die Meinung über ihn allmählich wieder ändere, wie er im Gespräch mit der 'Zeit'-Beilage 'Zeit Golfen' erklärte: "Die Leute bemerken, dass ich wieder beim Tennis bin. Sie sehen den Erfolg von Novak Djokovic, mit dem ich offenbar etwas zu tun habe... Das passt in ihr Bild von Boris Becker." Becker ist der Trainer von Djokovic, der sich als Tennisspieler an die Spitze der Weltrangliste gearbeitet hat.

bangshowbiz