Mundart-Rocker

Adrian Stern ist nur in seinen Songs ein grosser Romantiker

Die Lieder des Mundart-Rockers Adrian Stern sind locker und gehen ins Ohr. Doch so leicht wie sie klingen, entstehen die Songs nicht. Vielleicht auch, weil Stern nicht einfach auf die Realität zurückgreift, sondern Utopien besingen will.

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Romantiker, aber hautpsächlich in seinen Liedern: Adrian Stern (Archiv)

Romantiker, aber hautpsächlich in seinen Liedern: Adrian Stern (Archiv)

Keystone

Wenn Adrian Stern (36) Lieder schreibt, muss er sich auch mal quälen. "Ich bin schon glücklich, wenn mir neue Songs in den Sinn kommen. Mich beschäftigt das Warten auf Ideen und nicht wissen, wann der Moment kommt, in denen die Ideen effektiv in Lieder verwandelt werden", sagt er in der "Aargauer Zeitung" vom Freitag.

Keine Kerzen und Rosen

Die Lieder, die bei der Verwandlung der Ideen herauskommen, handeln oft von romantischer Liebe mit allem was dazugehört. So romantisch, wie der Badener in seinen Songs klingt, ist er privat aber nicht. Die Liebe in seinen Stücken sei eine "Utopie", sagt Stern, der mit seiner Freundin in einer Genossenschaftswohnung mit grossem Garten lebt. "In einem Song würde ich über Rosen und Kerzenlicht singen. Daheim würde ich einfach auf einem Liegestuhl hängen und die Sterne anschauen."

Sind die zuckersüssen Melodien des Prix Walo-Preisträgers erstmal im Ohr, gehen sie kaum mehr aus dem Kopf. Das sei Absicht, sagt Stern, der die Jazzschule in Luzern absolvierte. "Ich liebe Songs mit starken Melodien und Ohrwurm-Charakter. Wenn ich Songs schreibe, ist auch der Reiz da, das zu erreichen." Dennoch wär es ihm nicht Recht, wenn man an seinen Songs leidet, weil sie einen verfolgen: "Wenn ich jemandem Schaden zuführe, dann tut mir das wahnsinnig Leid."