Kachelmann

Eklat in Kachelmanns Firma: Verwaltungsrat nimmt den Hut

Jörg Kachelmann hat ein neues Problem. Nach einem gescheiterten «Putschversuch» innerhalb seiner Firma, tritt ein Verwaltungsrat zurück.

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Jörg Kachelmann

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Keystone

Jörg Kachelmann kommt nicht zur Ruhe. Nach seiner langen U-Haft muss sich der Wetterfrosch und Unternehmen jetzt mit geschäftlichen Problemen auseinandersetzen. Der Grund: Verwaltungsrat Frank B. Werner hat sein Amt niedergelegt. Dies bestätigt er gegenüber dem «Sonntag». «Ich kann diese Politik nicht mittragen, den Kopf in den Sand zu stecken.»

Auslöser für den Wechsel an der Führungsspitze der Wetterfirma ist eine Auseinandersetzung über die zukünftige Rolle Jörg Kachelmanns. Dabei sei eine von mehreren Optionen gewesen, dass Kachelmann seine Aktien verkauft. «Doch das wollte er nicht», so Werner.

Horrende Anwaltskosten

Derweil haben bereits einige Kunden begonnen, mit Blick auf das bizarre Privatleben des TV-Moderators ihr Engagement zu hinterfragen. Auch Kachelmanns Anwaltskosten sorgten im Verwaltungsrat für kritische Fragen. Ein Insider geht vorsichtig geschätzt von bisherigen Anwaltshonoraren in der Höhe von 300 000 Franken aus. Allein seine in Deutschland angeheuerten Staranwälte Ralf Höcker und Reinhard Birkenstock verrechen täglich 4000 respektive 5000 Euro.

Hinzu kommen zwei Anwälte in Zürich. Der abgetretene Verwaltungsrat Werner wollte Gründer Kachelmann entfernen. Doch der «Putsch» ist misslungen: Kachelmann ist wieder in Freiheit und hat mit 49 Prozent die relative Aktienmehrheit. Der bevorstehende Prozess und die Berichterstattung über sein Privatleben schaden der Wetterfirma (120 Angestellte, 20 Millionen Franken Jahresumsatz).

Kachelmann geht gegen den «Focus» vor
Jetzt hat Kachelmann die mediale Abwehrschlacht intensiviert: Letzte Woche erwirkte er eine einstweilige Verfügung gegen das deutsche Magazin «Focus», wie der «Sonntag» aus gut informierten Kreisen weiss.

Auch gegen Schweizer Zeitungen ist der TV-Wettermann vorgegangen: Die Verlage Ringier und Tamedia mussten eine Unterlassungsklage unterzeichnen. Sie dürfen Kachelmanns SMS-Verkehr mit einer angeblichen Geliebten und Schilderungen von intimen Erlebnissen nicht mehr weiterverbreiten.