Bergbahnen

Firma Garaventa erhält Zuschlag für Bau einer Bahn auf den Stoos

Eine neuartiges Fahrzeugkonzept hat die Firma Garaventa für die neue Standseilbahn auf den Stoos im Kanton Schwyz entwickelt. Die beiden Fahrzeuge bestehen aus je vier zylinderförmigen Kabinen, die die unterschiedlichen Neigungswinkel der Strecke kompensieren.

Drucken
Teilen
Blick auf den Stoos (Archiv)

Blick auf den Stoos (Archiv)

Keystone

Wie die Firma Garaventa in Goldau SZ am Freitag mitteilte, hat sie den Zuschlag für den Bau der neuen Bahn vom Hinteren Schlattli auf den Stoss erhalten. Diese soll im Dezember 2013 den Betrieb aufnehmen.

Eine Knacknuss für die Techniker sei die Überwindung des Steilhanges mit einer Neigung von 110 Prozent gewesen, heisst es in der Medienmitteilung. Damit verbunden war das Problem, die Fahrgastebene auch bei unterschiedlichen Neigungswinkeln waagrecht zu halten.

Die Wagen bestehen nun aus vier aneinandergehängten zylindrischen Kabinen. Jede dieser Kabinen passt sich individuell der Neigung an, das heisst: Sie dreht sich, damit die Passagiere stets auf einer horizontalen Ebene stehen. Anders als bei einem Pendelsystem beanspruchen die Kabinen damit keinen zusätzlichen Freiraum.

Die Wagen weisen eine Kapazität von 136 Personen auf. Pro Stunde können so maximal 1500 Personen befördert werden. Ergänzt werden die Personenkabinen mit einer Güterplattform. Während die Kabinen von der Seite gesehen einen Kreis formen, bildet die Plattform nur einen Halbkreis.