Vorlese-Angst

Freddy Nock will eine gute Schulbildung für seine Kinder

Freddy Nock fühlt sich in der Luft wohler als auf dem Boden. Der 44-Jährige ist einer der besten Hochseilartisten der Welt. So sicher er auf dem Seil ist, gibt es auch bei ihm Situationen, in denen er sich unwohl fühlt.

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Fredy Nock auf dem Hochseil (Archiv)

Fredy Nock auf dem Hochseil (Archiv)

Keystone

"Ich kriege heute noch Panik, wenn ich vorlesen soll", gesteht Nock der Zeitschrift "Schweizer Illustrierte". "Als Kind besuchte ich die Zirkus-Schule. Dort stand die Artistik im Vordergrund."

Bei sich zu Hause im Garten hat Nock eine eigene kleine Zirkusschule. Ein Todesrad, ein Riesentrampolin und, natürlich, ein Übungsseil, zwei Meter über dem Boden.

Seine Kinder, 5 leibliche und zwei Stiefkinder im Alter von fünf bis 20 Jahren, üben da fleissig. Aber erst nach der Schule. "Erst sollen sie mal eine solide Schulbildung erhalten", sagt Vater Nock. "Danach können sie immer noch Zirkus machen."

Seine älteste Tochter Stephanie (20) ist aber schon dabei, in die Fussstapfen ihres Vaters zu treten. Sie ist preisgekrönte Motorradartistin geworden.

Nock besteht aber nicht darauf, dass seine Kinder eine Artistenkarriere einschlagen. Die Zwillingsschwester von Stephanie, Melanie hat eine Lehre als Coiffeuse begonnen. "Perfekt!", sagt Nock zur Berufswahl seiner Tochter, "sie kann mich beraten, welche Frisur die Narbe an meinem Hinterkopf am besten verdeckt!"