Trauerfall

Frédéric von Anhalt verschickt angeblich gefälschte Gästelisten

Zsa Zsa Gabors Witwer Frédéric von Anhalt soll angeblich Gewinn schlagen wollen aus ihrem Tod. Er habe Listen mit illustren Namen verschickt von angeblichen Gästen ihrer Trauerfeier und verkaufe die News- und Bildrechte an der Beerdigung an die Meistbietenden.

Drucken
Teilen
Die Vorwürfe, für Frédéric von Anhalt (l) sei seine Frau Zsa Zsa Gabor nur eine "goldene Gans" gewesen, reissen auch nach ihrem Tod nicht ab. Angeblich versucht er, aus der Abdankung von (morgen) Freitag soviel Geld wie möglich herauszuschlagen. (Archivbild)

Die Vorwürfe, für Frédéric von Anhalt (l) sei seine Frau Zsa Zsa Gabor nur eine "goldene Gans" gewesen, reissen auch nach ihrem Tod nicht ab. Angeblich versucht er, aus der Abdankung von (morgen) Freitag soviel Geld wie möglich herauszuschlagen. (Archivbild)

KEYSTONE/AP/ANONYMOUS

Im Musikfilm "Bundle of Joy" von 1956 gibt es eine Szene, in der Debbie Reynolds von einem Tanzpartner wild durch die Luft gewirbelt wird. Es läuft Swing-Musik, auf dem Tanzparkett geht es heiss her.

Was der Kinozuschauer nicht sieht: Die im lachsfarbenen Kleid tanzende Reynolds ist schwanger - nur zwei Monate nach Ende der Dreharbeiten wurde die kleine Carrie geboren. Der Film ist nur eines der Beispiele dafür, wie sehr die Filmkarriere von Reynolds auch das Leben ihrer Tochter bestimmte.

Dass die aus Musikfilm-Klassikern wie "Singin' in the Rain" bekannte Schauspielerin und ihre Schauspieler-Tochter Carrie Fisher nun fast gleichzeitig gestorben sind, zeigt, wie verwachsen die beiden miteinander waren.

Nachdem Tochter Fisher im Alter von 60 Jahren am Dienstag an den Folgen einer Herzattacke starb, verging nur eine Nacht, ehe Mutter Reynolds im Alter von 84 Jahren folgte. Es ist ein doppelter Schicksalsschlag für Hollywood und für den hinterbliebenen Sohn beziehungsweise Bruder Todd Fisher, der nun das Ableben seiner zwei engsten Verwandten verarbeiten muss.

Carrie Fisher wurde durch ihre Rolle als Prinzessin Leia in Star Wars weltberühmt.
4 Bilder
Carrie Fischer ist ist am Dienstag gestorben.
Carrie Fisher
Carrie Fischer ist ist am Dienstag gestorben.

Carrie Fisher wurde durch ihre Rolle als Prinzessin Leia in Star Wars weltberühmt.

Keystone

Egozentrische Mutter

Mutter und Tochter waren sich keineswegs immer grün, was vor allem an der steilen Karriere der in Texas geborenen Reynolds lag. "Ich fand es zugegebenermassen schwierig, meine Mutter mit ihren sie anbetenden Fans zu teilen, die sie behandelten, als sei sie Teil ihrer Familie", sagte Fisher 2015 bei einer Preisverleihung.

Die Beziehung verlief über Jahre kompliziert und von Schmerz erfüllt. Im Alltag von Reynolds, die ihre Laufbahn trotz der Abwesenheit von Vater Eddie Fisher mit Vollgas vorantrieb, blieb für die beiden Kids wenig Platz. Das Familienleben drehte sich um die berühmte Mama, die Kinder feierten manche Geburtstage im Hof der Metro-Goldwyn-Mayer-Studios.

So überraschte es kaum, dass Fisher als Teenager in der Partyszene von Los Angeles abtauchte, Marihuana rauchte und auch mit härteren Drogen wie Kokain, Heroin und LSD hantierte. "Einige Male dachte ich, dass ich Carrie verlieren würde", gestand Reynolds der Talkmasterin Oprah Winfrey im gemeinsamen Interview mit ihrer Tochter 2011.

Die Entzugsklinik überlebte Carrie, doch dann wurde bei ihr eine bipolare Störung diagnostiziert. Auf der Suche nach ihrer eigenen Identität distanzierte sie sich weiter - fast zehn Jahre lang hatten die beiden kaum Kontakt. "Ich wollte nicht in ihrer Nähe sein. Ich wollte nicht Debbie Reynolds' Tochter sein", sagte Fisher später.

Erst spät einigermassen versöhnt

Reynolds machte in brüchiger Zweit-Ehe und mit finanziellen Sorgen ihre eigenen Strapazen durch. "Ihr Leben war verrückt zu dieser Zeit, und ich war mittendrin, ich war ihre Vertraute", erinnerte sich Fisher und sprach von "Chaos". "Ich war immer eine gute Mutter, aber ich war immer im Showbusiness", sagte Reynolds dem "People"-Magazin dagegen.

"Ich stehe auf der Bühne und backe nicht Kekse und bleibe zu Hause." Dass der Vater der beiden sich nur selten blicken liess und Reynolds ihn dabei verteidigte, machte die Sache kaum besser. Auch Sohn Todd hielt sich später vom Vater fern, der 2010 starb.

Mutter und Tochter arrangierten sich eigenen Aussagen zufolge erst spät im Leben, als die Zeit die Wunden geheilt hatte. "Ich bewundere ihre Stärke und ihr Überleben", sagte Reynolds im Winfrey-Interview. "Ich will, dass meine Tochter glücklich ist." Der Sohn und Bruder Todd Fisher versucht sich mit dem Gedanken zu trösten, dass die beiden nun miteinander vereint sind.

Verstorbene Prominente im Jahr 2016
55 Bilder
5. Januar: Pierre Boulez (90) Der französische Komponist und Dirigent war einer der bedeutendsten Vertreter der musikalischen Avantgarde. Seine Interpretation von Richard Wagners "Ring des Nibelungen" in den 1970er Jahren bei den Bayreuther Festspielen machte international Furore.
14. Januar: Alan Rickman (69) Er gehörte zu den profiliertesten britischen Schauspielern auf der Bühne und im Film. Unvergessen bleibt Rickman als Professor Severus Snape in den "Harry Potter"-Filmen. Bekannt wurde er in den 1980er Jahren durch den Blockbuster "Stirb langsam" mit Bruce Willis.
18. Januar: Glenn Frey (67) Der US-amerikanische Gitarrist, Sänger und Songschreiber gründete 1971 die Rockband Eagles mit. Sie wurde zum Inbegriff des California Rock. Zu den bekanntesten Titeln zählen "Hotel California" und "Take It Easy".
31. Januar: Wolfgang Rademann (81) Der Fernsehproduzent schrieb mit Serien wie "Das Traumschiff" und "Die Schwarzwaldklinik" Fernsehgeschichte. Der Berliner arbeitete mit TV-Stars Harald Juhnke, Günter Pfitzmann und Peter Alexander zusammen.
3. Februar: Maurice White (74) Der Afroamerikaner war Gründer und Vordenker der Funk-Band Earth, Wind & Fire. Mit Hits wie "September", "Shining Star" und "Boogie Wonderland" prägte die Ende der 1960er gegründete Gruppe den Sound ihrer Zeit.
7. Februar: Roger Willemsen (60) Der Bestsellerautor und frühere Fernsehmoderator zählte zu den bekanntesten deutschen Intellektuellen. Mit der ZDF-Talksendung "Willemsens Woche" hatte er sich in den 1990er Jahren einen Namen gemacht.
19. Februar: Harper Lee (89) Die Schriftstellerin erlangte mit dem halbbiografischen Roman "Wer die Nachtigall stört" Weltruhm. Mit mehr als 40 Millionen verkauften Exemplaren gehört er zu den meistgelesenen Büchern. Für die Geschichte über die Rassenprobleme im Amerika der 1930er Jahre, die auch verfilmt wurde, erhielt Lee 1961 den Pulitzer-Preis.
19. Februar: Umberto Eco (84) Das millionenfach verkaufte Buch "Der Name der Rose" machte ihn weltberühmt. Der Italiener feierte auch mit Veröffentlichungen wie "Das Foucaultsche Pendel", "Die Insel des vorigen Tages" und "Der Friedhof in Prag" internationale Erfolge. Der Literat von Weltrang war auch ein anerkannter Philosoph und Sprachwissenschaftler.
19. Februar: Bruno Zuppiger (63) Der Schweizer SVP-Politiker war von 1999 bis 2012 Mitglied des Nationalrates. Seine Partei nominierte ihn als Bundesratskandidat vor den Wahlen im Dezember 2011. Er zog seine Kandidatur allerdings zurück, als die Weltwoche ihm Unregelmässigkeiten bei der Verwaltung der Erbschaft einer ehemaligen Mitarbeiterin vorgeworfen hatte. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage. Im Rahmen eines abgekürzten Verfahrens anerkannte er den Vorwurf der Veruntreuung von 240'000 Franken und einigte sich mit der Staatsanwaltschaft auf eine bedingte Freiheitsstrafe von 13 Monaten bei einer Probezeit von 2 Jahren. Das Bezirksgericht Zürich sprach das entsprechende Urteil.
23. Februar: Peter Lustig (78) Der studierte Elektrotechniker moderierte 25 Jahre lang bis 2005 die ZDF-Kindersendung "Löwenzahn". Generationen von Kindern kennen den Mann mit der Latzhose und Nickelbrille, der in seinem Bauwagen lebte und Natur und Technik einfach und verständlich erklären konnte.
5. März: Nikolaus Harnoncourt (86) Der österreichische Stardirigent widmete sich mehr als 60 Jahre lang dem Originalklang, dem Klang der Musik zu ihrer Entstehungszeit. Anfangs auf Barockmusik konzentriert, wandte er später seine historische Aufführungspraxis auf ein breites Repertoire an.
5. März: Ray Tomlinson (74) Der Internet-Pionier prägte entscheidend die elektronische Post. Der US-Informatiker verschickte 1971 die erste E-Mail zwischen Computern und erfand die typischen Adressen mit dem "@"-Zeichen.
6. März: Nancy Reagan (94) Die frühere US-Filmschauspielerin stand als First Lady fest an der Seite ihrer grossen Liebe Ronald Reagan. Er amtierte von 1981 bis 1989 als US-Präsident. Sie hatten sich als junge Schauspieler in Hollywood kennengelernt. Ihr "Ronnie" starb 2004 an Alzheimer.
11. März: Keith Emerson (71) Die britische Keyboard-Legende war Mitbegründer des Rocktrios Emerson, Lake and Palmer. Die 1970 gegründete Formation veröffentlichte zahlreiche Platin-Alben. "Lucky Man" gehört zu ihren bekanntesten Hits. Emerson machte sich auch als Solokünstler einen Namen.
18. März: Guido Westerwelle (54) Der FDP-Politiker gehörte seit den 1980er Jahren zu den führenden Figuren der bundesdeutschen Politik. Der erfolgreiche Wahlkämpfer war zwischen 2009 und 2013 Bundesaussenminister. In den ersten beiden Jahren der schwarz-gelben Koalition bis zu seinem Rücktritt vom Amt des FDP-Chefs 2011 war er auch Vizekanzler.
24. März: Johan Cruyff (68) Die niederländische Fussball-Legende wurde mit seinem Land 1974 Vize-Weltmeister und prägte auch als Trainer des FC Barcelona eine Ära. So führte Cruyff die Katalanen 1992 zum Sieg im Europapokal der Landesmeister, den er als Spieler dreimal mit Ajax Amsterdam gewonnen hatte.
24. März: Roger Cicero (45) Der Jazz-Sänger machte mit seiner Mischung aus Pop, Jazz und Swing, gewürzt mit Wortspielereien, den deutschsprachigen Swing salonfähig. 2007 gewann er den Musikpreis Echo als bester Rock/Pop-Sänger. Markenzeichen von "Mr. Swing" war sein obligatorischer Hut.
31. März: Hans-Dietrich Genscher (89) Der FDP-Politiker und langjährige Aussenminister (1974-1992) war ein massgeblicher Architekt der deutschen Einheit. Der Mann im gelben Pullover gehörte zu den beliebtesten Spitzenpolitikern und den prägenden Persönlichkeiten der Liberalen. Er war von 1974 bis 1985 Vorsitzender der FDP.
31. März: Imre Kertesz (86) Der Ungar jüdischer Abstammung überlebte die NS-Vernichtungslager Auschwitz und Buchenwald. In seinem "Roman eines Schicksallosen" (1975) verarbeitete Kertesz seine Erfahrungen, blieb jedoch in der sozialistischen Ära Ungarns unbekannt. Erst nach der Wende gelangte er zu Ruhm und erhielt 2002 den Literaturnobelpreis.
21. April: Prince (57) Der US-Popmusiker galt als einer der bedeutendsten Musiker der vergangenen Jahrzehnte. Von dem siebenfachen Grammy-Gewinner stammen Welthits wie "Purple Rain", "Sign O' The Times", "Kiss" und "When Doves Cry". Er produzierte Alben und schrieb Songs für andere Musiker.
6. Mai: Margot Honecker (89) Die Witwe des DDR-Staats- und SED-Parteichefs Erich Honecker galt als kommunistische Hardlinerin. Die Bildungsministerin mit dem Blaustich im Haar setzte von 1963 an sozialistische Ideologie in Schulen und Kindergärten eisern durch und verteidigte zeitlebens die DDR.
15. Mai: Erika Berger (76) Die Buchautorin und Moderatorin wurde in den 1980er Jahren als Sexspezialistin mit der RTL-Sendung "Call-in - eine Chance für die Liebe" bekannt. Daneben veröffentlichte Berger zahlreiche Bücher. Sie begann ihre Karriere als Kolumnistin bei der "Bild"-Zeitung.
18. Mai: Fritz Stern (90) Der mehrfach ausgezeichnete US-Historiker deutscher Herkunft war einer der Grossen seiner Zunft. Seine Werke, insbesondere über die Entstehung des Nationalsozialismus, wurden zu Klassikern, seine Memoiren "Fünf Deutschland und ein Leben" zum Bestseller. 1938 war er mit seinen jüdischen Eltern von Breslau in die USA geflüchtet.
3. Juni: Muhammad Ali (74) Die Boxlegende war dreifacher Weltmeister im Schwergewicht und 1960 Olympiasieger im Halbschwergewicht. Damals hiess der US-Afroamerikaner noch Cassius Clay. Erst nach seinem Übertritt zum Islam 1964 nahm er den Namen Muhammad Ali an. 1999 ernannte ihn das IOC zum "Sportler des Jahrhunderts".
8. Juni: Pierre Aubert (89) Der ehemalige Schweizer Bundesrat und Aussenminister bekleidete zweimal das Amt des Bundespräsidenten. Er gehörte von 1977 bis 1987 dem Schweizer Bundesrat an.
19. Juni: Götz George (77) Der Sohn des Schauspielers Heinrich George bleibt einem Millionenpublikum vor allem als "Tatort"-Kommissar Horst Schimanski in Erinnerung. George verkörperte den schnoddrigen Polizisten aus dem Ruhrgebiet binnen 32 Jahren 48 Mal. Unvergesslich ist auch seine Kinorolle als homosexueller Massenmörder Fritz Haarmann in "Der Totmacher" (1995).
27. Juni: Bud Spencer (88) Der italienische Schauspieler drehte mit Terence Hill Filme wie "Vier Fäuste für ein Halleluja" und "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle". Das ungleiche Duo prägte den Italo-Western. In Neapel als Carlo Pedersoli geboren, war er in den 1950er Jahren mehrfach italienischer Schwimmmeister und nahm an Olympischen Spielen teil.
2. Juli: Elie Wiesel (87) Der Holocaust-Überlebende und Friedensnobelpreisträger galt vielen als "Gewissen der Welt". Der in New York lebende Schriftsteller, dessen Eltern und Schwester von den Nazis ermordet worden waren, hatte sich für die Erinnerung an den Holocaust eingesetzt.
3. Juli: Markus Werner (71) Der Schweizer Schriftsteller schrieb zwischen 1984 und 2004 sieben Romane. Er erhielt verschiedene Literaturpreise.
17. Juli: Achille Casanova (74) Der Schweizer Journalist wurde 1981 zum Vizekanzler mit Zuständigkeiten für die Information, die Sprachdienste sowie den Dienststab des Bundesrates gewählt. Im August 2000 folgte die Ernennung zum ersten Bundesratssprecher.
19. Juli: Dimitri (80) Er war einer der erfolgreichsten Schweizer Komiker der Geschichte. Der Clown Dimitri wurde 2013 mit dem «Lifetime Award» an den «SwissAwards» ausgezeichnet.
5. August: Alphons Egli (91) Der Schweizer CVP-Politiker war von 1982 bis 1986 Bundesrat. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Zürich.
16. August: João Havelange (100) Der Sohn eines nach Brasilien ausgewanderten belgischen Waffenhändlers beherrschte von 1974 bis 1998 den Fussball-Weltverband FIFA. Er entwickelte den Verband zu einem professionellen, aber korruptionsanfälligen Weltkonzern. An Olympischen Spielen nahm er 1936 in Berlin als Schwimmer und 1952 in Helsinki als Wasserballer teil.
24. August: Walter Scheel (97) Der frühere deutsche Bundespräsident trat 1946 in die FDP ein und war von 1968 bis 1974 Parteichef. Als Aussenminister und Vizekanzler in der SPD/FDP-Koalition von Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) von 1969 bis 1974 setzte er mit Brandt die Ostverträge durch. Sehr populär wurde er als singender Bundespräsident ("Hoch auf dem gelben Wagen").
29. August: Gene Wilder (83) Der US-amerikanische Schauspieler und Regisseur zählte in den 1970er und 1980er Jahren zu Hollywoods bekanntesten Komikern. Mit skurrilen Komödien wie "Frankenstein Junior", "Is' was, Sheriff?" und "Die Glücksjäger" brachte er Millionen Zuschauer zum Lachen.
30. August: Helmut-Maria Glogger (68) Der Schweizer Journalist und Buchautor arbeitete über drei Jahrzehnte für die Boulevardzeitung «Blick», den «SonntagsBlick» und die Zeitschrift «Schweizer Illustrierte». Von 1999 bis 2004 war er Chefredaktor der Glückspost.
6. September: Lilian Uchtenhagen (86) Die Schweizer SP-Politikerin wurde als eine der ersten Frauen im November 1971 in den Nationalrat gewählt. Uchtenhagen war von 1981 bis 1997 Verwaltungsratspräsidentin bei Coop Zürich LVZ und von 1998 bis 2003 Präsidentin von Swissaid.
16. September: Carlo Azeglio Ciampi (95) Der ehemalige italienische Staatspräsident (1999-2006) galt in turbulenten politischen Zeiten als das "Gewissen der Nation". Für seine Verdienste in der Europapolitik bekam er den Karlspreis. Dem gebürtigen Toskaner lag viel an den deutsch-italienischen Beziehungen.
28. September: Schimon Peres (93) Israels Ex-Präsident war zwei Mal Regierungschef und mehrmals Minister. Den Friedensnobelpreis hatte er 1994 als Aussenminister gemeinsam mit dem damaligen Ministerpräsidenten Izchak Rabin und PLO-Chef Jassir Arafat erhalten. Peres, Staatspräsident von 2007 bis 2014, war klar für eine Zwei-Staaten-Lösung in Palästina.
13. Oktober: König Bhumibol Adulyadej (88) Der thailändische König war seit mehr als 70 Jahren im Amt und damit der am längsten amtierende Monarch der Welt. Wie ein Gottkönig verehrt, verbrachte er die letzten Jahre meist im Hospital in Bangkok.
13. Oktober: Dario Fo (90) Der italienische Theaterautor, Regisseur und Schauspieler wurde 1997 mit dem Literatur-Nobelpreis geehrt. Bekannt für seinen Sprachwitz verkörperte Fo auf der Bühne lüsterne Päpste, redegewaltige Trunkenbolde und skurrile Politiker. Themen waren auch die Mafia, Waffenindustrie oder Umweltsünden.
21. Oktober: Manfred Krug (79) Zu den bekanntesten Rollen des Schauspielers gehörten der DDR-Film "Spur der Steine", der "Tatort"-Kommissar Stoever sowie die Serie "Liebling Kreuzberg". Krug ging 1977 aus Protest gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann in den Westen.
2. November: Oleg Popow (86) Der weltbekannte russische Clown galt als einer der letzten Grossen unter den Zirkusartisten. 1955 kam er zum Moskauer Staatszirkus und wurde 1969 mit dem Titel "Volkskünstler der Sowjetunion" geehrt. Er verkörperte in der Manege die Figur des "Iwanuschka", einem Pendant zum deutschen Hans im Glück. Popow lebte zuletzt in Egloffstein in Franken.
11. November: Leonard Cohen (82) Seinen Durchbruch als Sänger und Songschreiber schaffte der Kanadier in den 1960er Jahren in New York. Dort lebte er im legendären Chelsea Hotel und lernte Kollegen wie Bob Dylan, Joni Mitchell und Janis Joplin kennen. Songs wie "Hallelujah", "Suzanne" oder "So long Marianne" machten Cohen weltberühmt.
25. November: Fidel Castro (90) Der kubanische Revolutionsführer und langjährige Staatspräsident regierte den Karibikstaat 47 Jahre autoritär-sozialistisch bis zum krankheitsbedingten Rückzug 2006. Die Ikone vieler Linken trotzte zehn Präsidenten seines Erzfeindes USA. Verhasst bei politischen Gegnern überlebte der Máximo Lider zahlreiche Attentatsversuche.
7. Dezember: Greg Lake (69) Der britische Sänger und Gitarrist war Mitbegründer der Progressive-Rock-Band Emerson, Lake and Palmer, die in den 1970ern zu den Avantgardisten in der Rockmusik gehörte. Mit Titeln wie "In The Court of The Crimson King" oder "I Believe in Father Christmas" wurde er berühmt.
8. Dezember: John Glenn (95) Der Astronaut war 1962 der erste US-Amerikaner, der in einem Raumschiff die Erde umkreiste. Von 1974 an vertrat der frühere Kampfpilot als demokratischer Senator über 24 Jahre seinen Bundesstaat Ohio im Kongress.
18. Dezember: Zsa Zsa Gabor (99) Die Hollywood-Diva wirkte in vielen Filmen nur mit mässigem Erfolg. Berühmt wurde die frühere "Miss Ungarn" wegen ihrer zahllosen Affären und vielen Ehen mit reichen Männern wie dem Hotelier Conrad Hilton. Ihr letzter Mann war der adoptierte deutsche Prinz Frederic von Anhalt.
24. Dezember: Rick Parfitt (68) Der Gitarrist der britischen Rockband Status Quo galt als der "wilde alte Mann des Rock'n'Roll". Aus seiner Feder stammen einige der bekanntesten Songs der Band wie "Whatever You Want".
25. Dezember: George Michael (53) In seiner mehr als 30-jährigen Karriere verkaufte der britische Pop-Sänger fast 100 Millionen Alben. Unter den vielen Hits im Duo mit Andrew Ridgeley sind Ohrwürmer wie "Last Christmas" und "Wake Me Up Before You Go-Go" aus den 1980er Jahren.
27. Dezember: Carrie Fisher (60) Als Prinzessin Leia aus der "Star Wars"-Serie hatte sich die damals erst 20-Jährige in die Herzen von Science-Fiction-Fans in aller Welt gespielt. 2015 kehrte sie in "Star Wars: Das Erwachen der Macht" in ihrer Paraderolle auf die Leinwand zurück.
28. Dezember: Debbie Reynolds (84) Nur einen Tag nach ihrer Tochter Carrie Fisher stirbt US-Schauspielerin Debbie Reynolds an Herzversagen. Bekannt wurde sie durch Musikfilm-Klassikern wie "Singin' in the Rain".
28. Dezember: Gerhard Blocher (82) Der ältere Bruder von SVP-Stratege und alt Bundesrat Christoph Blocher sorgte mit kontroversen Aussagen immer wieder für Aufsehen. So bezeichnete er etwa in einer SRF-Reportage das Bundeshaus als "Sauladen", den man aufräumen müsse. Seinem Bruder Christoph bleibe da nichts mehr als der "blutige Nahkampf". Gerhard Blocher war während 22 Jahren Pfarrer in Hallau. Von 1998 bis Ende 2001 war er zudem Gemeindepräsident der Schaffhauser Gemeinde.
28. Dezember: Ferdi Kübler (97) Die Schweizer Radlegende begann seine Laufbahn als Berufsrennfahrer 1940 und gewann mit der Tour de Suisse 1942 sein erstes bedeutendes Rennen. Seinen grössten Erfolg verzeichnete er an der Tour de France 1950, die er im Alter von 31 Jahren als erster Schweizer gewann. In den letzten Jahren machten ihm zusehends gesundheitliche Beschwerden zu schaffen.

Verstorbene Prominente im Jahr 2016

Keystone/AP/STEPHEN CHERNIN