Kino

"Gremlins"-Regisseur Joe Dante glaubt an Horrorfilm-Genre

Regisseur Joe Dante, der Vater der "Gremlins" (1984), ist nach wie vom Horrorfilm überzeugt. "Alle Genres, mit denen ich aufgewachsen bin, wie etwa der Western, sind verschwunden - mit Ausnahme des Horrorfilms", sagte der US-Amerikaner.

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Regiesseur der "Gremlins"-Streifen: Joe Dante im September in Wien

Regiesseur der "Gremlins"-Streifen: Joe Dante im September in Wien

Keystone

Allerdings sei das Publikum mittlerweile so geschult, dass es schwer sei, noch etwas Originelles zu finden, erklärte der 66-Jährige, der nach eigener Aussage auch in anderen Genres hätte reüssieren können - theoretisch: "Aber man lässt dich das drehen, worin du einmal Erfolg hattest - dafür gibt es den Bankkredit."

Insgesamt sieht Dante die Entwicklung des Films kritisch: "Der Druck, einen Kassenschlager zu produzieren, ist mittlerweile enorm hoch. Filme, die heute ins Kino kommen, sind entweder sehr teuer oder sehr billig. Die mittlere Preisklasse, mit der ich aufwuchs und in der ich einst selbst gefilmt habe, gibt es nur noch im Fernsehen."

"Ins Kino gehen vor allem junge Leute - zuallererst, um von ihren Eltern wegzukommen. Es wird also immer Orte geben, an denen Filme gezeigt werden - aber das sind eben immer teurere Blockbuster", erklärte Dante gegenüber der Nachrichtenagentur APA in Wien, wo ihm das Filmmuseum eine Retrospektive widmet.

Die zunehmende Bedeutung der Spezialeffekte und Computertechnik habe Auswirkungen auf die Handschrift der Regisseure, betonte er: "Ich kann zumindest behaupten, dass man den meisten meiner Filme ansieht, dass ich sie gemacht habe. Das ist heute schwieriger, da so viel Geld und damit so viele Meinungen involviert sind."