Anic

«Ich bin nicht knuddlig»

Der Countdown läuft: Am 25. September wird die neue Miss Schweiz gekürt. Die Solothurner Mit-Favoritin Anic Lysser (21) geniesst die Aufmerksamkeit, die ihr als Kandidatin zuteil wird.

Drucken
Teilen

Samuel Misteli

Sexy, bezaubernd, betörend, unwiderstehlich. Es gibt viele Attribute, mit denen man sich als Miss-Schweiz-Kandidatin betiteln lassen möchte – aber nicht dieses: Als «Die Knuddlige» wurde Anic Lysser in der «Schweizer Illustrierten» der Nation präsentiert. «Schrecklich», findet das die 21-jährige Solothurnerin. Wie sie sich den zweifelhaften Titel verdient hat, ist der KV-Absolventin ein Rätsel: «Ich bin nicht knuddlig.»

Die Medientermine häufen sich eine knappe Woche vor der Wahl. Die Nervosität steigt, auch bei Anic Lysser. Sie sei bereit für die Wahlnacht, sagt sie. «Gleichzeitig bin ich aber auch froh, wenn es vorbei ist. Nach so langer Zeit möchte man endlich wissen, wo man steht.» Für die Wahl liess sich Anic auch eines ihrer fünf Piercings entfernen: das an der Lippe (Nase, Bauchnabel, Ohren, Zunge hat sie noch).

«Knallhartes» Missen-Geschäft

Anic Lysser hat sich in den vergangenen Monaten voll auf die Miss-Wahlen konzentriert: Das Wirtschaftsstudium an der Fachhochschule hat sie bereits früher an den Nagel gehängt, weil sie sich nicht dafür begeistern konnte. Neben ihren Verpflichtungen als Kandidatin treibt die passionierte Triathletin derzeit vor allem viel Sport (oft zusammen mit ihrem Freund, dem Athleten Matthias Annaheim.

Zeit, zu reflektieren, was mit ihr geschieht, hat sie aber auch so noch genug. Den Weg zur Wahlnacht beschreibt Lysser als «etwas Einmaliges, das du geniessen musst, weil du es kein zweites Mal erleben wirst». Genossen hat sie es tatsächlich; gleichzeitig aber bezeichnet sie das Missen-Geschäft als «knallhart». Immer zu lachen, immer konzentriert zu sein, ständig Kameras um sich zu haben, sei mit der Zeit enorm anstrengend.

Heute Model, morgen ausrangiert

Vor einem Jahr wurde Anic Lysser an den Miss-Bern-Wahlen zur Miss Photogénique gewählt. Jetzt hat sie die Möglichkeit, zur landesweiten Schönheitskönigin gekürt zu werden. Lysser hat ihre Pläne, und die sind unabhängig von einem Jahr als Schönheitskönigin: Sie will wieder zurück aufs KV, in absehbarer Zukunft von zu Hause ausziehen, und wieder nach Australien, wo sie bereits in diesem Frühjahr während dreier Monate war.

Voll aufs Modeln setzen, das ist ihr zu unsicher: «Vielleicht bist du heute das gefragte Model und morgen ausrangiert.» Sie hofft, dass ihr die Miss-Schweiz-Wahl dennoch als Sprungbrett dient. Im Büro arbeiten und daneben vor der Kamera posieren, wäre ihre Idealvorstellung.