Jeanneret hat eine Leidenschaft für das "Vernachlässigte"

Fast 35 Jahre lang hat Roland Jeanneret den Erfolg der Glückskette Schweiz mitgeprägt - nun tritt der Radiojournalist ab. "Im Lauf der Zeit habe ich mir angewöhnt, Umstände oder Dinge zu beachten, die von anderen oft vernachlässigt werden", sagt der 63-Jährige.

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Er und die Glückskette waren über Jahrzehnte eng verbunden: Roland Jeanneret (Archiv)

Er und die Glückskette waren über Jahrzehnte eng verbunden: Roland Jeanneret (Archiv)

Keystone

Diese Leidenschaft für das "Vernachlässigte" habe sowohl mit seiner Tätigkeit als "Mister Glückskette" als auch mit seinem angeborenen Gerechtigkeitssinn zu tun, so Jeanneret im Interview mit dem "Migros-Magazin" weiter. Manifestieren tue sich das auch in seinem Privatleben.

"Seit Jahren veranstalten meine Frau und ich etwa Essen mit Freunden, bei denen statt ausgeklügelten Menüs Suppen serviert werden", sagt er. Beim Fotografieren konzentriere er sich zudem nicht auf die bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern richte sein Augenmerk auf die unterschiedlichen Strukturen von Böden.

Er werde die Zukunft ohne volles Engagement für die Glückskette "höchstwahrscheinlich" überleben, sagt Jeanneret und betont, dass weder Radio noch Glückskette je sein ganzes Leben gewesen seien. "Ich habe neben der Arbeit stets noch andere Interessen verfolgt: Bücher geschrieben, fotografiert, meine Modelleisenbahn ausgebaut."