Nobelpreise

Nur männliche Preisträger: Schwedens König verleiht wissenschaftliche Nobelpreise

Schwedens König Carl XVI. Gustaf hat am Freitag die wissenschaftlichen Nobelpreise dieses Jahres verliehen. In Anwesenheit von Königin Silvia wurden neun durchweg männliche Preisträger ausgezeichnet.

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Carl XVI. Gustaf (r.) übergibt den Physiknobelpreis

Carl XVI. Gustaf (r.) übergibt den Physiknobelpreis

Keystone

Den Medizinnobelpreis für die Technik der künstlichen Befruchtung konnte der Brite Robert G. Edwards allerdings nicht persönlich entgegennehmen - er musste krankheitsbedingt absagen.

Den Physiknobelpreis teilen sich die beiden in Russland geborenen Entdecker des "Wundermaterials" Graphen, Andre Geim und Konstantin Novoselov. Graphen ist eine Art superstabiler atomarer Kaninchendraht aus Kohlenstoff.

Der Nobelpreis für Chemie ging zu gleichen Teilen an drei Wissenschaftler, die natürliche Wirkstoffe gegen Krebs und andere Leiden nachgebaut haben. Mit den chemischen Reaktionen des US-Amerikaners Richard Heck sowie der Japaner Ei-ichi Negishi und Akira Suzuki lassen sich komplexe Substanzen aus Kohlenstoff herstellen.

Den erst nachträglich gestiftete Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften teilten sich ebenfalls drei Forscher. Die US-Ökonomen Peter Diamond und Dale Mortensen sowie der britisch-zypriotische Forscher Christopher A. Pissarides wurden für ihre Untersuchungen der Mechanismen des Arbeitsmarkts ausgezeichnet.