Dreharbeiten

Schauspielerin Ute Lemper beschreibt Woody Allen als Folterknecht

Schauspielerin und Sängerin Ute Lemper hat mit Woody Allen in Nizza für dessen neuen Film gedreht und sieht den Starregisseur nun mit gemischten Gefühlen. "Er foltert seine Schauspieler", sagte die 50-Jährige.

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Keine guten Erinnerungen an Woody Allen: Ute Lemper (Archiv)

Keine guten Erinnerungen an Woody Allen: Ute Lemper (Archiv)

Keystone

"Colin Firth hat die Hauptrolle und war fertig mit den Nerven. Nach zwei Monaten Woody Allen war er auf Schlafmittel und Antidepressiva", sagte Lemper der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Allen spreche nicht mit seinen Schauspielern, verlange zwei Stunden vor Drehbeginn wilde Textänderungen und zahle miese Gagen, erklärte die 50-Jährige. Seine Filme seien jedoch "grossartig", sagte Lemper.

Sie selbst habe nur einen ganz kleinen Auftritt: "Lohnt nicht, es zu erwähnen. Ich singe nur ein Lied. Immerhin: Ich habe ihn kennengelernt." Die Schauspielerin, die in Amerika lebt, hat gelegentlich Heimweh nach Europa.

"Nach 15 Jahren New York fehlt mir Europa doch sehr. Wenn ich die Kinder nicht hätte, würde ich mir schon einen zweiten Wohnsitz in Paris oder Berlin suchen. Ich möchte auch keinen amerikanischen Pass haben. Ich fühle mich europäisch", sagte sie.