«PERSPEKTIVEN 2011»: Das sind die Wünsche an Doris Leuthard

Bundesrätin Doris Leuthard übernimmt das Departement des zurückgetretenen Moritz Leuenberger. An der «Perspektiven 2011» im KKL äusserten sich Prominente zur neuen UVEK-Chefin.

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Ronald Joho und Doris Leuthard geniessen an der «Perspektiven 2011» im KKL Luzern den Applaus. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Ronald Joho und Doris Leuthard geniessen an der «Perspektiven 2011» im KKL Luzern den Applaus. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Am Mittwoch bekam Bundespräsidentin Doris Leuthard vom abtretenden Bundesrat Moritz Leuenberger die Schlüssel ihres neuen Departementes. Am Donnerstag war sie Gast an der Wirtschafts-Veranstaltung «Perspektiven 2011» im KKL Luzern. dabei verrieten prominente Gäste, was sie sich von der neuen UVEK-Chefin wünschen.

«Um die nicht endenden Autobahnstaus zu beenden, wünsche ich mir, dass jetzt die zweite Gotthard-Röhre zügig in Angriff genommen wird», erklärte der Wolhuser Skifrabrikant Beni Stöckli.

Grosshof-Gefängnisdirektor Hanspeter Zihlmann möchte ein Schienenprojekt vorantreiben: «Nach dem Durchstich am Gotthard drängt sich der Durchgangsbahnhof in Luzern geradezu auf. Dies vor allem für eine bessere internationalen Anbindung der Stadt.» Zihlmann betont in diesem Zusammenhang, Luzern müsse aus dem Bahnhof-Debakel in Stuttgart Lehren ziehen: «Die Bevölkerung muss von Anfang an offen und ehrlich informiert werden.»

Kein Swiss-Rückkauf
In diesem Punkt ist er sich mit Georges Theiler absolut einig. Auch der Luzerner FDP-Nationalrat schreibt Bundespräsidentin Leuthard den Durchgangsbahnhof auf die Wunschliste. Daneben möchte Theiler aber auch, dass man den Autobahn-Bypass um Luzern realisiert. «Ich wünsche mir, dass die Beschlüsse zu diesen beiden für die Zentralschweiz eminent wichtigen Verkehrsprojekte in der nächsten Legislaturperiode, also bis in spätestens fünf Jahren, fallen werden. Das erachte ich als durchaus realistisch.»

Hotelier und Financier Bruno Schöpfer ist überzeugt, dass Doris Leuthard auch im neuen Departement «mit ihrem grossen Charme und ihrer starken Ausstrahlung sehr, sehr viel» erreichen wird. Wie wäre es mit einem Rückkauf der Swiss? «Nein, nein», schmunzelte Schöpfer. «Die Schweizer Airline ist in besten Händen.»

Mediation im Ratsgremium
Auch der Obwaldner alt Regierungsrat Alexander Höchli hält grosse Stücke in die «mutige und tatkräftige» Art der neuen UVEK-Chefin. «Als Bundespräsidentin hat sie bewiesen, dass sie absolut in der Lage ist, die Differenzen im Bundesrat intern auszufechten und das Kollegium nach aussen als geeint auftreten zu lassen. So, wie früher, muss es nämlich sein, um die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Politik wieder zu festigen. Vor allem dazu wünsche ich ihr deshalb eine glückliche und standhafte Hand.»

Peter Schulz, Gründer des Luzerner Medien-Ausbildungszentrum (MAZ), schliesslich machte sich für die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) stark: «Frau Leuthard sollte, wie ihr Vorgänger, den Service Public in unserem Land hoch halten. Dieser Service ist eine der wichtigsten Grundlagen unserer Demokratie. Und das ist absolut nicht gegen die privaten Anbieter gerichtet. Die braucht es nämlich ebenso.»

André Häfliger