«PERSPEKTIVEN»: Samih Sawiris, der Spieler mit Geld und Geist

Als sich der ägyptische Investor Samih Sawiris am Mittwochabend auf der Bühne des KKL Luzern mit Thomas Bornhauser, dem Chefredaktor der Neuen Luzerner Zeitung, unterhielt, war es mäuschenstill im KKL-Saal.

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Der Stargast an der diesjährigen «Perspektiven»-Veranstaltung imn KKL: Samih Sawiris. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Der Stargast an der diesjährigen «Perspektiven»-Veranstaltung imn KKL: Samih Sawiris. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Mit seiner ruhigen, überlegten und humorvollen Art zog Sawiris am Wirtschaftstalk «Perspektiven» die Gäste in seinen Bann. «Sawiris ist halt auch für mich ein absolutes Vorbild», erklärte danach FDP-Nationalrat Otto Ineichen unserer Zeitung. «Er ist ein Unternehmer, der etwas bewegt und weitsichtig seine Gewinne immer wieder in bestem Sinn der Volkswirtschaft investiert.» Peter Zgraggen, Direktor der Urner Kantonalbank, und Ruedi Freimann, Mitglied der Geschäftsleitung der Luzerner Kantonalbank, waren sich ebenfalls absolut einig: «Sawiris ist ein Glücksfall für die Zentralschweizer Wirtschaft. Er ist ein Visionär, der mit viel Weitsicht auch in Andermatt ein tolles Projekt auf die Beine stellen wird. Davon sind wir felsenfest überzeugt.»

Als Dank für seine spannenden Ausführungen bekam Sawiris von Veranstalter Ronald Joho (Akomag, Stansstad) einen grossen Geschenkkorb mit Spezialitäten aus der Zentralschweiz. Ist das inzwischen auch seine Heimat geworden, wollte Thomas Bornhauser wissen. «Nun», meinte Sawiris. «Meine Heimat ist dort, wo meine Kinder sind, also Ägypten. Und wo die Sonne und die Wärme sind, also in der Zentralschweiz sicher nur im Sommer.»

Maske als Geschenk
Auch der Basler Wirtschaftsprofessor Christoph Koellreuter (Basel Economics BAK) wurde übrigens von Joho beschenkt und erhielt eine Luzerner Fasnachtsmaske. «Sehr gut», schmunzelte Koellreuter, der in Luzern als Prognostiker von seinem Basler Kollegen Urs Müller abgelöst wird. «Ich finde sie Luzerner Fasnacht sowieso lustiger als jene in Basel.» Dankeschön!

Keine Rezession?
Und welche Perspektiven sehen prominente Gäste am Schweizer Wirtschaftshimmel? «Ich gehe schwer davon aus, dass der Tiefpunkt der Finanzkrise jetzt erreicht ist und es wieder aufwärts geht», gibt sich FDP-Nationalrat Georges Theiler zuversichtlich. Wie Theiler und der Luzerner Regierungspräsident Markus Dürr rechnet auch der Luzerner alt Ständerat Franz Wicki nicht mit einer Rezession in unserem Land: «Wir werden auch nächstes Jahr ein Wachstum von immerhin knapp einem Prozent verzeichnen dürfen.» Endlich also mal etwas bessere Wirtschaftsnachrichten: Trotz allem dürfen wir uns also auch über diese «Perspektiven» freuen?

André Häfliger