PROMINENTE ERINNERN SICH: Wie war denn ihr Weisser Sonntag?

Heute ist Weisser Sonntag. Prominente erzählen ihre schönsten Erinnerungen an ihre erste Kommunion.

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Renate Köpfli-Walther mit ihren Kindern und Haustieren. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Renate Köpfli-Walther mit ihren Kindern und Haustieren. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Für Renate Köpfli-Walther war es ein herrlicher Zufall: Just an ihrer Kommunion nämlich wurde die Miss Schweiz von 1986 bis 1988 gerade auch noch 9 Jahre alt. «Da war ich natürlich gleich doppelt aufgeregt», erinnerte sich die Meggerin, als sie zu Hause in Hermetschwil-Staffeln AG ihren Kindern aus dem Album die Fotos ihres Festes zeigte. «Mama, bist du das mit den viel kürzeren, ungelockten Haaren wirklich?», fragte ihre Tochter schmunzelnd. «Ja klar», lachte Renate. «Damals durfte man doch keine Locken tragen.» Auffallend beim Umzug durch Meggen: Knaben und Mädchen mussten brav getrennt und einige Meter voneinander entfernt in zwei Reihen marschieren. «Gefeiert haben wir dann gemütlich und ausgiebig zu Hause», erinnert sich Renate. So war es auch bei allen Kommunionen ihrer Kinder Luke (14), Tim (13) und Nora. Bald wird bei Renate übrigens wieder eine Feier zusammengelegt: Tims Firmung am 3. Mai und Noras 11. Geburtstag am 4. Mai.

Ein Glücksbringer für Monika Kaelin
Monika Kaelin ist heute mit dem Weissen Sonntag in besonderer Art verbunden. «Zu meiner ersten Kommunion bekam ich von meinen Eltern ein kleines, goldenes Kreuz geschenkt», erinnert sich die Veranstalterin des Prix Walo am Sonntagabend in Interlaken (Star-TV live ab 20.00 Uhr). «Dieses Kreuz habe ich jetzt einem guten Freund von uns nach einer schweren Operation solange ausgeliehen, bis er wieder ganz gesund ist. Es hat ihm schon viel, viel Glück gebracht.» Die erste Kommunion feierte Kaelin in ihrem Heimatort Schwyz. «Mit dem gleichen Pfarrer, der später auch mich und Fritz Künzli traute», erzählte die 54-jährige Präsidentin der Show-Szene Schweiz. «Nach Messe und Umzug kochte mein Mami zu Hause, ganz nahe der Kirche, für die ganze Verwandtschaft feine Kalbsfleisch-Pastetli.»

Harry Knüsel und sein Geschäftsfreund
An zwei Sachen erinnert sich Harry Knüsel, der gerne lockere Kleidung mag, noch sehr gut. «An den zwar sehr schicken, schönen Knabenanzug, in den ich mich allerdings etwas widerwillig hineinzwängen musste», schmunzelte der Schwingerkönig von 1986. «Und an meinen Schulklassenkollegen Alois Ehrler, der beim Umzug in Küssnacht am Rigi neben mir lief.» Er habe ihn dann einige Jahre aus den Augen verloren. «Aber heute», so der 48-jährige Besitzer einer Tiefbaufirma heute in Sins AG weiter, «haben Transportunternehmer Ehrler und ich geschäftlich wieder sehr viel miteinander zu tun.» Den Knabenanzug habe er «ausser an diesem herrlichen Frühlings-Sonntag nie mehr» getragen, fügte Knüsel noch schmunzelnd an?

Jessica Ming feierte den ganzen Tag
Das goldige Armbandkettchen, das Jessica Ming immer noch bei «speziellen Anlässen stolz» trägt, erinnert sie heute noch besonders an ihre erste Kommunion. «Und ein zierliches Holzkreuz, das wir in der Schule selber gemacht haben», erzählte die 24-jährige Luzerner Sängerin, die in Hochdorf aufgewachsen ist. «Es war ein wirklich schönes Fest», sagte Jessica, die inzwischen auch in der Band des Luzerner Schlagerstars Christian Duss (ChueLee) mitsingt, weiter. «Nach der Messe gab es einen Apéro im Pfarreihaus – und natürlich der obligate Fototermin mit Gotte und Götti. Dann gingen wir zusammen mit der Familie meiner Cousine Janina in ein feines Restaurant nach Sursee und feierten dort lustig und gemütlich den ganzen Nachmittag.»

Hochzeitsstimmung bei Yasmine-Mélanie
Es sei «ein bisschen stressig» zu und her gegangen und es sei ihr vorgekommen «wie an einer Hochzeit». Das fällt Yasmine-Mélanie Wyrsch zuerst ein, wenn sie an ihre erste Kommunion denkt. «Aber es war ein wunderschöner, unvergesslicher Tag», erinnert sich die 19-jährige Zuger Sängerin aus Hünenberg. «Die Vorbereitungen begannen jeweils an den Wochenenden schon zwei Monate vor dem Fest. Und auch noch im Religionsunterricht. Das war mir schon etwas viel, aber geschadet hat das sicher nichts», erzählte sie schmunzelnd weiter. Gefeiert wurde nach der Messe in Hünenberg im «Rigi» in Immensee SZ – wie an ihrer Taufe übrigens. Das Holzkreuz, das sie zur Kommunion erhielt, hängt heute noch in ihrem Zimmer. Und den kleinen Goldbarren am Tauf-Armkettchen trägt Yasmine-Mélanie, deren neues Album («Amore Fantastico») in einer Woche erscheint, immer noch «sehr gerne und stolz». Jetzt hofft die Gewinnerin des «Stadlstern 2008», dass dieser Goldschmuck ihr an der Schweizer Ausscheidung zum GP der Volksmusik vom kommenden Samstag «viel, viel Glück» bringt. 

André Häfliger