PROMINENZ AM LAUBERHORN: Auch Maurer und Ogi im Siegestaumel

Auch die Prominenz tummelte sich gestern am Lauberhorn in Wengen unter den 29 000 Fans, die den zweiten Weltcupsieg von Didier Defago, sein erster in einer Abfahrt, frenetisch feierten.

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Verstehen sich ganz offensichtlich gut: Bundesrat Ueli Maurer (links) und sein Vor-Vorgänger Adolf Ogi. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Verstehen sich ganz offensichtlich gut: Bundesrat Ueli Maurer (links) und sein Vor-Vorgänger Adolf Ogi. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

An der Promi-Spitze trafen sich zwei, die sich ganz offensichtlich sehr gut verstehen: Sportminister Ueli Maurer und sein Vor-Vorgänger Adolf Ogi. «Ein vor gewaltiger Kulisse herrlich herausgefahrener Triumph», strahlte Maurer, seit 40 Jahren begeisterter Langläufer und auch Funktionär an Langlaufrennen. Auch Ogi, der am Morgen die Abfahrtspiste noch persönlich abgefahren hatte, war voller Freude: «Gewonnen ist gewonnen, Didier hat das fabelhaft gemacht!»
Peter Sauber, mit seiner Ehefrau Christiane genauso auf den Skiern unterwegs, zückte vor Defago (1996 Junioren-WM-Gold im Super-G auf Hoch-Ybrig SZ) ebenfalls den Hut: «Diesen Grosserfolg mag ich ihm von Herzen gönnen». Herzhaft musste Christiane Sauber schmunzeln, als sie im Zielraum die Fotografen beim Zielen auf die von Emmen gestarteten Patrouille-Suisse-Flugzeuge beobachtete. Und hatte etwas Mitleid: «Als ich bei den ersten Autorennen meines Mannes filmte, waren die blitzschnellen Boliden auch schon immer vorbei?» Ebenso lächelnd stellte Sauber ein Hinwiler treffen am Lauberhorn fest: Ueli Maurer ist von da, Saubers Ex-Rennfabrik ist von dort – und André Blattmann, Armeechef mit Bürgerort Buttisholz LU, ist in Hinwil aufgewachsen.

Personalie Armeechef
«Ich kannte Herrn Maurer nicht, unsere Eltern indes sehr gut», erzählte Blattmann, der mit seinem «sehr offenen», neuen Chef «überaus zufrieden» ist. Warum übernimmt er denn den Posten des Armeechefs nicht gleich definitiv? «Nun», erklärte Blattmann. «Die Lösungen dieser Personalie liegt bei Bundesrat Maurer ganz in meinem Sinne auf dem Tisch. Der Entscheid, der im Februar fallen wird, liegt bei ihm.» Bei Ueli Maurer also, einem Menschen, der «überaus sympathisch, humorvoll und herzlich» ist. Das sagte Franz Klammer, nachdem er Maurer gestern kennen gelernt hat. Zum Schweizer Sieg sagte die Österreichische Skilegende: «Kompliment! Aufgepasst aber: Wir haben noch einige Gelegenheit, uns zu revanchieren?»

Amandas Freund strahlte
Zwei Skifabrikanten aus der Zentralschweiz waren sich mit TV-Kommentator Bernhard Russi und Ex-Skirennfahrer Franz Heinzer absolut einig. «Unbeschwert hat Defago eine ganz lockere Fahrt souverän auf die Piste gelegt», erklärte Beni Stöckli. «Er hat seine Chance ohne Druck im richtigen Moment gapckt», erklärte Völkl-VR-Präsident Gregor Furrer, der Bruder von Skiakrobat und Hotelier Art Furrer. «Ich habe die Freude des Triumphes im Gesicht des Siegers in extremer Nahaufnahme gesehen», schmunzelte hoch erfreut SRG-Kameramann Matthias Gruic, der Freund von Ex-Miss Schweiz Amanda Ammann. Sein oberster Chef, der Walliser SRG-Generaldirektor Armin Walpen, erlebte mit dem Sieg des Walliser Defago einen Freudentag «mit einer ganz besonderen, tief heimatlichen» Note. 

André Häfliger