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PROMIS AM WEF IN DAVOS: Weniger Partyleben, mehr Engagement

Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise hat am World Economic Forum (WEF) in Davos die Bedeutung einzelner Treffen zugenommen. Bei den gesellschaftlichen Events indes wird deutlich abgespeckt und runter gefahren.
Eilt in Davos bei strahlender Sonne von einem Termin zum andern: Ex-UNO-Generalsekretär Kofi Annan. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Eilt in Davos bei strahlender Sonne von einem Termin zum andern: Ex-UNO-Generalsekretär Kofi Annan. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Beim traditionsreichsten WEF-Gesellschaftsevent, jenem des deutschen Verlegers Hubert Burda (u. a. Focus, Bunte) im Hotel Belvédère, fehlte indes eigentlich nur der – vor allem von Nestlé-VR-Präsident Peter Brabeck, Verlegerkollege Michael Ringier und Stahlbaron Lakshmi N. Mittal vermisste – Zigarren-Stand. Auch wenn diese Party etwas kleiner gefahren wurde als auch schon, mangelte es ihr weder an Stimmung noch an prominenten Gästen.

Gastgeber Burda kam mit seiner Ehefrau, der Schauspielerin Maria Furtwängler (u. a. «Tatort»). Beide schwärmen für die Schweiz, auch für die Zentralschweiz. «Hier ist es doch überall schön – bis weit ins Herzen des Landes», bestätigten sie unisono. Auch der deutsche FDP-Chef Guido Westerwelle, der mit seinem Lebenspartner Michael Mronz kam, weiss: «Luzern ist so schön wie eine absolut edle Perle – und die weiträumige Umgebung hinkt ihr in keiner Weise nach.» Clemens Börsig, der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank, kennt die Zentralschweiz von «einigen herrlichen Wanderungen» und empfahl die Region gleich YouTube-Mitbegründer Chad Hurley, der runter auf seine Füsse schaute und schmunzelte: «Sehr gut, ich hab ja die Turnschuhe schon an?»

Annans Klima-Engagement
Auch wenn es in der Nacht mitunter noch immer spät wird, geht es am Morgen in Davos immer sehr früh los. Für sein neues Engagement, dem Klimaschutz, trat Kofi Annan– wie immer in der linken Hosentasche ausgerüstet mit einem kleinen Kristall von Adolf Ogi– gestern bereits um 8 Uhr an. Der Chef des von ihm gegründeten «Global Humanitarian Forum Genf» und ehemalige Uno-Generalsekretär wirbt hier mit den sechs jüngsten WEF-Teilnehmern des British Councils für «nachhaltigen Umweltschutz trotz Krise». In der Klimapolitik für einen besseren Planeten müsse «Gerechtigkeit» herrschen. «Jene Länder, welche die Umwelt am meisten verschmutzen, müssen beim Putzen und Aufräumen auch am meisten zahlen», fordert Annan. Mit sechs Teenagern trat Annann ins WEF-Plenum. James Chatepa aus Malawi und Charlie Young aus England (beide 16) etwa forderten von den Grossen dieser Welt: «Beim kommenden Klimagipfel in Kopenhagen müssen klare, messbare Regeln für alle Länder statuiert werden, die dann auch für alle gelten und eingehalten werden sollen.»

André Häfliger, Davos

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