PROMIS AN DER EURO 08: «Das frühe Aus der Schweiz tut mir leid»

Es war sein grosser Wunsch: Sebastian Vettel, der in 17 Tagen 21 Jahre alte, jüngste Formel 1-Pilot, der je WM-Punkte sammelte, wollte «unbedingt die Schweiz» an der Euro 08 im eigenen Land spielen sehen.

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Formel 1-Pilot Sebastian Vettel (links) kam in Begleitung von «Blick»-Reporter Roger Benoit («Boliden-Roger»). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Formel 1-Pilot Sebastian Vettel (links) kam in Begleitung von «Blick»-Reporter Roger Benoit («Boliden-Roger»). (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Der im zugerischen Walchwil wohnhafte, deutsche Toro Rosso-Fahrer packte zusammen mit «Blick»-Formel 1-Legende Roger Benoit («Vettel wird ganz bestimmt einmal Weltmeister») die letzte Chance und kam – mitten in den Fans mit einem bezahlten Ticket – gestern Abend zum Abschiedsspiel von Köbi Kuhn. «Ich habe Herrn Kuhn immer als sehr ruhigen, besonnenen und bescheidenen Menschen wahrgenommen», erzählte Vettel, der mit 5 Punkten aus den letzten beiden Rennen (Monaco und Montreal) an 13. WM-Stelle liegt.

Schnelles ausweichen?
Dass die Schweiz bereits ausgeschieden ist, tut Vettel «echt leid». Sagte es, erblickte eine Bierdose am Boden und lachte: «Während dem Rennen in Montreal musste ich einer solchen Dose ausweichen – einer Plastikflasche und einem Pack Pommeschips, die ebenfalls auf der Strecke lagen, grad auch noch?» In Walchwil gefällt es Vettel «hervorragend». Auf dem Zugersee gehe er oft Kanu fahren, auf dem Velo sitze er ebenso oft und Fussball spiele er jeweils im Mittelfeld des Piloten-Teams um Michael Schumacher. An der EM hofft er jetzt auf Deutschland. Welche Nationen sieht er sonst noch als mögliche EM-Finalisten? Vettel: «Spanien, Holland und Russland.»

«Danke, Köbi!»
Unser Nationaltrainer hat sich mit dem 2:0-Sieg gegen Vize-Europameister Portugal auf höchst würdige Art und Weise verabschiedet. Nur lobende Worte zum Abschied fand sie Prominenz gestern Abend für Köbi Kuhn. «Er ist zu einem ganz grossen Teil für die Fussball-Euphorie der letzten Jahre in unserem Land verantwortlich», sagte SVP-Präsident Toni Brunner. «Es herrschte eine regelrechte Köbi-phorie!» Nationalrat Christoph Mörgeli war sich mit seiner Parteikollegin Natalie Rickli und Olympiasieger Donghua Li einig: «Mit Kuhn verlieren wir eine herausragende Persönlichkeit. Danke, Köbi!» Dem schlossen sich auch Hitparadenstürmer DJ BoBo und Ex-Formel-1-Teamchef Peter Sauber an. Li traf übrigens der in Luzern wohnhafte Christian Hirschmüller, bis im Januar technischer Leiter der KKL Luzern. In der exakt gleichen Funktion ist er an der Euro 08 jetzt im Medienbereich verantwortlich für Radio und Fernsehen.

André Häfliger, Basel