PROMIS AN OSTERN: Schoggiverbot, FCL – und Erni als Ministrant?

Wie verbringen Prominente die Festtage über Ostern? Welches sind ihre schönsten Kindheitserinnerungen? Wir fragten nach.

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Mit Osterhäslis und Zuckereilis: Ariella Kaeslin  spannt mit Wettkampfkollegin Linda Stämpfli in Lenzerheide aus. (Bild André Häfliger)

Mit Osterhäslis und Zuckereilis: Ariella Kaeslin spannt mit Wettkampfkollegin Linda Stämpfli in Lenzerheide aus. (Bild André Häfliger)

Ariella nascht zwei Schoggieilis
Die gute, alte und feine Schweizer Schoggi – das gehört doch einfach zu Ostern. Herrlich geschmückte Schoggihasen, verführerische Schoggieier – doch da muss Ariella Kaeslin auch an Ostern leider passen. «Als Spitzensportlerin habe ich striktes Schoggiverbot», erklärte die frisch gekürte Luzerner Pferdsprung- Europameisterin. Schmunzelnd fügte sie hinzu: «Doch zur Feier meines Titels werde ich mir auf der Lenzerheide sicher ein oder zwei kleine Schoggieilis genehmigen. Und normale Eier darf ich dafür zum Glück jede Menge geniessen.» Ariella verbringt die Ostertage zusammen mit ihrer Wettkampfkollegin Linda Stämpfli in den Bündner Bergen. «Einfach mal richtig relaxen und höchstens etwas Joggen» ist angesagt. Ihre schönste Kindheitserinnerung an Ostern: «Das war das Schnausen der legendären, weichen Zuckereier 'Jelly Beans' jeweils in unseren Osterferien in Amerika.»

Fabienne singt für Skihasen
Keine freie Tage, aber coole Auftritte hat Fabienne Louvesüber Ostern: Zusammen mit der Gruppe QL und Ex-Gälä-Sängerin Sandee singt die Luzerner Vorgängerin des frisch erkorenen Brienzer MusicStars Katharina Michel in Arosa zweimal täglich draussen für die fröhlichen Frühling-Skihasen. «Das ist doch mal was anderes», lächelte Fabienne, die nächstes Jahr ein neues Album herausgeben wird. «Und bei dem tollen Wetter können wir es hier auch wirklich noch vollauf geniessen.» Als Kind erinnert sich Fabienne noch gut, wie sie an Ostern jeweils in der Schule «allerhand schöne Ostersachen» gebastelt und mit Mama Silvia zu Hause «lustige Eiersujets» gemalt hat. Und wie ihr Papa Josef, Chefkoch im Luzerner «De La Paix», zu Ostern immer ein «speziell feines Festmenu» zubereitet hat. «Dann galt es natürlich, mit viel Spannung das vom Mami versteckte, ganze Osternest in der Wohnung zu finden», erzählte Louves, die übrigens am 19. April als «Prix Walo»-Publikumsliebling 2008 nominiert ist.

Auch Sarina ist in den Bergen
Ganz «gemütlich, entspannt und im engsten Kreis mit unserer kleinen Familie» verbringt Sarina Arnold die Ostertage in der herrlichen Bergwelt von Lenzerheide GR. Mit ihrem Ehemann Raphael Fischer und ihrem einjährigen Töchterchen Felice Alyssa. «Wir freuen uns auf lustige Schlittenfahrten mit unserer Tochter», erzählte das Urner Model. «Für Osterbräuche ist sie aber jetzt noch zu jung, um sie auch wahr zu nehmen. Aber selbstverständlich werden wir diese schönen Rituale später auch feiern.» Schliesslich war das in Sarinas Kindheit auch so: «Ich erinnere mich noch gut, wie ich zusammen mit meinem Mami Sonja Eier bemalten, mit kleinen Blättern und Zwiebeln schöne Sujets kreierten und mit der alten Strümpfen arbeiteten.» An Ostern selber ging dann das grosse Suchen der Eier und Schoggihasen im Garten los: «Das war immer ein Riesengaudi.»

Die Ernis sind in ihrer zweiten Heimat
Am Osterfreitag ist Hans Erni mit seiner Ehefrau Doris in seine zweite Heimat abgereist. Im südfranzösischen, mittelalterlichen Saint Paul de Vence (2847 Einwohner) geniesst das Ehepaar Erni nach «viel Arbeit und grossem Rummel» zum 100. Geburtstag im Februar Ruhe und Abgeschiedenheit. «Zwei herrliche Ostergeschenke habe ich schon erhalten», erzählte der Luzerner Kunstmaler schmunzelnd. «Die fantastische Goldmünze der ebenfalls 100-jährigen Pro Patria. Und – ganz dazu passend – die beiden EM-Medaillen von Ariella Kaeslin, die mich sehr gefreut und beeindruckt haben.» Die schönsten Osterzeiten erlebte Erni als Kind bei seiner Erstkommunion und Firmung in der Franziskanerkirche. «Dort war ich zu Ostern sogar einmal Ministrant», fügte er lächelnd an. «Und zwar weil ich wissen wollte, ob ich genau zum richtigen Moment mit den kleinen Glocken klingeln kann. Es klappte wunderbar?»

Jubaira drückt dem FC Luzern die Daumen
Neben «gemütlichen Ausruhen» in ihrer Heimatstadt Luzern hat FC Luzern-Fan Jubaira Bachmannüber Ostern keinerlei Termine. «Ausser natürlich der Cup-Halbfinal am Ostermontag auf der Allmend», versichert die Musikchefin der TV-Sender Viva und MTW (wo sie auch moderiert). Und feuert ihren Lieblingsverein an: «Keine Frage, gegen Sion werden wir gewinnen und glorios in den Cupfinal einziehen.» Mit Ostern verbindet Jubaira schöne Kindheitserinnerungen. «Da war ich immer ziemlich aufgeregt», erinnert sie sich. «Denn oft durfte ich mit meinem Bruder Warren, der heute in Hamburg lebt, zu unseren Verwandten nach Hongkong fliegen.» Beim traditionellen Suchen der Osterköstlichkeiten im Garten erinnert sie sich noch gut – und schmunzelnd – an ihren Götti Rob: «Er verriet meinem Bruder und mir jeweils heimlich, wie viel die versteckten Objekte total gekostet hatten. So konnten wir besser herausfinden, was da noch versteckt sein könnte, was uns die Suche natürlich erleichterte und uns noch mehr motivierte.»

André Häfliger