REAKTIONEN AUF JANS WAHL: Empfang in Buchrain noch offen

Sowohl Tim Wielandt als auch Allessandro Augsburger, beides ehemalige Mister Schweiz, sind von Jans Qualitäten überzeugt. Wie der Empfang in Buchrain sein soll, ist aber noch unklar.

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Freudig nimmt Jan Bühlmann Mama Astrid und Papa Daniel in die Arme und gibt so die ersten Interviews. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Freudig nimmt Jan Bühlmann Mama Astrid und Papa Daniel in die Arme und gibt so die ersten Interviews. (Bild André Häfliger/Neue LZ)

Dreizehn Jahre nach Allessandro Augsburger (39) und drei Jahre nach Tim Wielandt (36) kommt der neue Mister Schweiz Jan Bühlmann schon wieder aus dem Kanton Luzern. «Das ehrt unsere Region», freut sich Tim Wielandt. «Es ist aber bestimmt auch eine gute Wahl getroffen worden», so der Mister Schweiz 2007 aus Meggen weiter. «Jan wirkt, soviel ich ihn in den Medien bisher verfolgen konnte, sehr authentisch und natürlich», erklärt Wielandt, der mit seiner Partnerin Nina Sonder eine bald einjährige Tochter, Malou Valentina, hat. «Was mich an ihm besonders beeindruckt, sind auch seine kulturellen Interessen. Er muss ein sehr kreativer, vielseitiger Mensch sein. Das kann ihm im Amtsjahr nur zugute kommen. Ich gönne ihm die Wahl von Herzen und gebe zu, dass er vor der Wahl neben Stefan Tobler mein Topfavorit war.»

Auch Alessandro Augsburger hatte Jan favorisiert. «Er ist ein Mann mit grossem Herz, ein richtiger, starker Mann auch mit einer gesunden Portion Ehrgeiz. Nicht zu jung, nicht zu alt, gar kein 'Bubi' eben», attestiert der Mister Schweiz von 1997 aus Luzern, der mit seiner Frau Tamara einen Sohn, den vierjährigen Elia sowie seit dem 21. März auch eine Tochter, Shana, hat. «Mit 1,96 Metern ist er zwar etwas sehr gross, aber deshalb wird er ja wohl keine Kleiderprobleme haben», so Augsburger weiter. «Ich bin sicher, dass Jan seine Ziele in dem Jahr, das in seinem Leben wohl am schnellsten vorbei gehen wird, mit Bravour meistern wird.

Buchrain freut sich für den Mister
Davon ist man auch in Buchrain, der Heimatgemeinde des neuen Schönheitskönig, vollends überzeugt. «Jan hat das Rüstzeug und das Talent dazu», ist sich Urs Waldispühl (64) sicher. Die Wahl des schönsten Schweizers hat er sozusagen als Geschenk zu seinem 20-Jahr-Jubiläum als CVP-Gemeindepräsident erhalten. Entsprechend gross ist die Freude: «Wir sind hier alle mächtig stolz auf Jan. «Wir drückten ihm zwar bei der Wahl die Daumen auswärts und nicht vor dem Bildschirm, aber meine Tochter Pia und mein Gemeinderatskollege Heinz Amstad haben uns umgehend via Handy informiert.» Wird es jetzt einen rauschenden Empfang für Jan Bühlmann geben? Waldispühl dazu: «Bei uns ist das nicht üblich. Einen Schweizer Meistertitel oder einen Guinessbuch-Eintrag, was wir in Buchrain auch schon hatten, haben wir auch nicht mit einem Empfang gefeiert. Wir werden Jan ganz bestimmt in irgendeiner Form die Ehre erweisen. Ob es nun aber eine Feier für Jan geben wird, das lasse ich jetzt einfach noch mal offen.»

Lange Wahlnacht für die Bühlmanns
Nun, richtig gefeiert hat die Familie Bühlmann schon mal in der langen Wahlnacht von Genf. «Irgendwann, so gegen zwei Uhr, mussten wir dann aufbrechen», schmunzelt Jans Vater Daniel Bühlmann. «Zu Hause warteten schliesslich unsere Hunde, die liebevoll von unseren Nachbarn gehütet wurden.» Als der Luzerner Informatiker dann in den frühen Morgenstunden in Buchrain ankam, traute er seinen Augen nicht: «Überall hingen Plakate, Schriftstücke und Briefe mit Glückwünschen herum. Das hat uns nach den grossen Freuden und Emotionen rund um die Wahl natürlich gleich nochmals tief bewegt.» Er sei «stolz» auf seinen Sohn, aber das sei er schon immer gewesen. Genauso viel Stolz würden er und seine Ehefrau Astrid aber auch für ihre drei anderen Kinder Seraina, Norina und Ari empfinden.

André Häfliger