RENENS: Drei Jahre nach Tötungsdelikt an Marie kommt der Fall vor Gericht

Knapp drei Jahre nach dem Tötungsdelikt Marie muss sich der mutmassliche Täter ab dem heutigen Montag vor einem Gericht in Renens VD verantworten. Der Fall hatte in der Romandie Empörung ausgelöst.

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Der Fall erschütterte die Schweiz: Im Mai 2013 wurde die 19-jährige Marie im Kanton Freiburg brutal ermordet. Ab Montag muss sich ihr Mörder vor Gericht verantworten. (Bild: Keystone)

Der Fall erschütterte die Schweiz: Im Mai 2013 wurde die 19-jährige Marie im Kanton Freiburg brutal ermordet. Ab Montag muss sich ihr Mörder vor Gericht verantworten. (Bild: Keystone)

Die 19-jährige Marie wurde am 13. Mai 2013 nach der Arbeit in einem Restaurant in Payerne VD entführt, getötet und in einem Wald in Châtonnaye FR zurückgelassen. Der mutmassliche Täter hatte die Polizei selber zur Leiche geführt und die Tat gestanden.

Diese Woche wird sich der 39-Jährige vor den Richtern erklären müssen. Der Prozess dauert voraussichtlich eine Woche. Auch die Familie von Marie wird anwesend sein. Wegen des grossen Medieninteresses findet der Prozess nicht in Yverdon, sondern in einem grösseren Gerichtssaal in Renens bei Lausanne statt.

Der Mann ist wegen Mordes, sexueller Nötigung, Freiheitsberaubung und Entführung mit erschwerenden Umständen angeklagt. Er war bereits zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden, weil er 1998 im Alter von 22 Jahren seine damalige Freundin entführt, vergewaltigt und getötet hatte.

Als der vorbestrafte Mann Marie kennenlernte, befand er sich zur Verbüssung seiner Reststrafe mit einer elektronischen Fussfessel im Hausarrest. Diese Tatsache löste in der Öffentlichkeit grosse Empörung aus.

Der Waadtländer Generalstaatsanwalt Eric Cottier wird voraussichtlich die lebenslange Verwahrung des Mannes beantragen. Das Urteil wird am 24. März erwartet.

sda