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ROYALE HOCHZEIT: Meghan Markle tritt der anglikanischen Staatskirche von England bei

Da trifft es sich gut, dass die Schauspielerin und der Erzbischof von Canterbury erfreuliche Traugespräche geführt haben. Etwas anderes dürfte am 19. Mai aber noch wichtiger sein.
Sebastian Borger, London
James Welby, Erzbischof von Canterbury (62) und Schauspielerin Meghan Markle (36). (Bilder: EPA)

James Welby, Erzbischof von Canterbury (62) und Schauspielerin Meghan Markle (36). (Bilder: EPA)

Sebastian Borger, London

Weil eine Monarchin nicht überall sein kann, verfügt Elizabeth II in jeder Grafschaft über einen Repräsentanten. Die Damen und Herren Lord-Lieutenants – so ihr Titel, unabhängig vom Geschlecht – überreichen Orden, fungieren als unpolitische Koordinatoren der Friedensrichter und organisieren royale Besuche in ihrem Bezirk. Zum Zuge kommen verdiente Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, ein Vermessungsingenieur zum Beispiel, eine frühere Polizeipräsidentin oder ein pensionierter Offizier. Es schadet auch nicht, entweder altem Adel oder einer ethnischen Minderheit anzugehören.

In den nächsten Wochen dürften sich die normalerweise unauffällig agierenden älteren Leute ungewöhnlicher Aufmerksamkeit erfreuen, fällt ihnen doch eine schwierige Aufgabe zu: Sie sollen jene 1200 Glücklichen nominieren, die am 19. Mai in der weitläufigen Anlage von Schloss Windsor den Feiern zur Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle beiwohnen dürfen. Dort treffen die Auserwählten auf 200 Vertreter von Wohltätigkeitsorganisationen, 100 Kinder örtlicher Schulen. Eine Einladung erhalten auch 530 Angestellte in den Palästen oder Firmen der Königsfamilie sowie 610 Menschen, die vor Ort wohnen oder zur Gemeinde der Georgs-Kirche zählen, wo die Trauung stattfindet.

Vollzogen wird die Zeremonie vom höchsten Geistlichen der anglikanischen Staatskirche, dem Erzbischof von Canterbury James Welby. Die Tatsache, dass Markle geschieden ist, steht dem kirchlichen Segen nicht im Weg. Eine entsprechende Änderung des Kirchenrechts kam 2005 Harrys Vater, Thronfolger Prinz Charles, zugute. Auch er durfte, obwohl von der später tödlich verunglückten Prinzessin Diana geschieden, in der Georgs-Kirche von Windsor seine und ebenfalls geschiedene Flamme Camilla heiraten und erhielt dafür den Segen von Welbys Vorgänger.

Zeremonie ist alles andere als eine Formsache

Der derzeitige Amtsinhaber, 62, und die schöne US-Schauspielerin scheinen bei den Traugesprächen Gefallen aneinander gefunden zu haben. Jedenfalls teilte der Erzbischof kürzlich mit, es handele sich bei der religiösen Zeremonie keineswegs um eine Formsache. Im Gegenteil: Er empfinde die Ernsthaftigkeit, mit der das junge Paar an die Trauung herangehe, als «inspirierend». Umgekehrt scheint auch Welby Markle beeindruckt zu haben. Demnächst, womöglich schon diese Woche, will sie sich vom Erzbischof in einer privaten Zeremonie taufen und konfirmieren lassen. Sie tue dies, hiess es am Sonntag in britischen Medien, nicht zuletzt aus Respekt vor ihrer knapp 92-jährigen Schwieger-Grossmutter – bis heute fungiert ja Elizabeth II als nominelles Oberhaupt der 1534 von Heinrich VIII begründeten Staatsreligion.

Die Pubs bleiben am Feiertag länger geöffnet

Eine weitere Nachricht aus dem Umfeld der mit Spannung erwarteten Hochzeit dürfte auch jene froh stimmen, die keine Einladung nach Windsor erhalten oder vielleicht nicht einmal erhoffen: Am Vorabend des grossen Tages und am 19. Mai selbst bleiben die Pubs auf der Insel zwei Stunden länger geöffnet – loyale Untertanen können also ausnahmsweise bis 1 Uhr morgens aufs Wohl des königlichen Paares trinken.

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